Roland Koch (Videofolge) im Gespräch über Werte in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik "Freiheit zuerst" –

Shownotes

`In dieser Folge von <strong>"AKE im Gespräch mit..."</strong> ist <strong>Roland Koch</strong> zu Gast im Kloster Eberbach – gemeinsam mit <strong>Marcus M. Lübbering</strong>, Gründer und Vorsitzender der Academie Kloster Eberbach. Moderiert wird das Gespräch von <strong>Sebastian Labonte</strong> und <strong>Lukas Prandzioch</strong>. </p>

<p> Roland Koch trat mit 14 Jahren in die Junge Union ein, wurde mit 41 Jahren jüngster Ministerpräsident der deutschen Geschichte und prägte die hessische und bundesdeutsche Politik über Jahrzehnte. Heute ist er Rechtsanwalt, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management, Aufsichtsratsmitglied bei Vodafone Deutschland – und seit 2020 Vorsitzender der <a href="https://www.ludwig-erhard.de/" target="_blank" rel="noopener">Ludwig-Erhard-Stiftung</a>. In dieser Folge spricht er so persönlich wie selten über seine politische Prägung, seine langjährige Freundschaft mit dem Dalai Lama, die Gründung der Academie Kloster Eberbach – und darüber, warum er Freiheit für den zentralen Wert unserer Gesellschaft hält. </p>

<h3>Kapitel & Timestamps</h3> <ul> <li><strong>00:00</strong> – Begrüßung: Sebastian und Lukas stellen die beiden Gäste vor</li> <li><strong>02:56</strong> – Politisch geprägt von klein auf: Eintritt in die Junge Union mit 14 Jahren</li> <li><strong>04:37</strong> – 1999: Wahl zum siebten Hessischen Ministerpräsidenten und der Wahlkampf um die doppelte Staatsbürgerschaft</li> <li><strong>07:50</strong> – Familie als Fundament: die Rolle des Vaters, Stabilität und Vertrauen</li> <li><strong>13:34</strong> – Warum Kloster Eberbach? Über die Faszination eines Ortes zwischen Hochhaus und Weinberg</li> <li><strong>20:01</strong> – Vor 21 Jahren: Wie Roland Koch und Marcus Lübbering zueinanderfanden</li> <li><strong>23:22</strong> – Die Gründung der Academie Kloster Eberbach – eine Idee von Marcus Lübbering, kein Staatsprojekt</li> <li><strong>35:00</strong> – Eine über 20-jährige Freundschaft mit dem Dalai Lama – und was Koch von ihm über Geduld gelernt hat</li> <li><strong>38:03</strong> – Die Gründungsrede der Academie vor 20 Jahren: Warum Freiheit der wichtigste Wert ist – noch vor dem Frieden</li> <li><strong>45:21</strong> – Etatismus bei der jüngeren Generation: "Wir verteidigen deine Freiheit, nicht deine Toiletten"</li> <li><strong>49:26</strong> – Die Ludwig-Erhard-Stiftung und der wöchentliche Newsletter "Erhard heute"</li> <li><strong>51:27</strong> – Akedia: das Konzept der "geistigen Antriebslosigkeit" der Wüstenväter – und die Parallele zu heute</li> <li><strong>52:13</strong> – Das Böckenförde-Diktum: Wovon eine freiheitliche Gesellschaft lebt, was sie selbst nicht schaffen kann</li> <li><strong>59:10</strong> – Kochs Einschätzung zur aktuellen Bundesregierung und zum Umgang mit Populismus</li> <li><strong>1:04:11</strong> – Die Wolken-Metapher: Gelassenheit als politische und persönliche Haltung</li> <li><strong>1:04:26</strong> – Zum Abschluss: Wo liegen die Chancen unserer Zeit?</li> <li><strong>1:09:25</strong> – Verabschiedung, Einladung zum Dinner mit Roland Koch im November und Empfehlung des Newsletters "Erhard heute"</li> </ul>

<h3>Zitate aus der Folge</h3> <blockquote>"Wir verteidigen deine Freiheit, nicht deine Toiletten."</blockquote> <blockquote>"Eine freiheitliche Gesellschaft lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann." – Ernst-Wolfgang Böckenförde, zitiert von Roland Koch</blockquote> <blockquote>"Die Wolken ziehen vorbei, der Horizont bleibt."</blockquote> <blockquote>"Neben dem Frieden ist die Freiheit das Wichtigste." – Willy Brandt (zitiert am Flughafen Berlin)</blockquote>

<h3>Erwähnt in dieser Folge</h3> <ul> <li><a href="https://www.ludwig-erhard.de/" target="_blank" rel="noopener">Ludwig-Erhard-Stiftung</a> – Roland Koch ist seit 2020 ihr Vorsitzender</li> <li><a href="https://www.ludwig-erhard.de/aktuelles/erhard-heute/" target="_blank" rel="noopener">"Erhard heute"</a> – der wöchentliche Newsletter, den Roland Koch persönlich schreibt</li> <li><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6ckenf%C3%B6rde-Diktum" target="_blank" rel="noopener">Das Böckenförde-Diktum</a> von Ernst-Wolfgang Böckenförde</li> <li>Francis Fukuyama: <em>Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch</em> (1992)</li> <li><a href="https://wirtschaftsrat.de/de/presse/pressemitteilungen/eindrucksvoller-auftakt-der-wirtschafts-und-werte-akademie-im-kloster-eberbach/" target="_blank" rel="noopener">Die Wirtschafts- und Werte-Akademie</a> – gemeinsame Seminarreihe ("Führungsdialog") von Ludwig-Erhard-Stiftung, Academie Kloster Eberbach und Wirtschaftsrat der CDU</li> <li><a href="https://kloster-academie.de/" target="_blank" rel="noopener">Academie Kloster Eberbach</a> – Veranstaltungen, Newsletter und weitere Podcast-Folgen</li> <li><a href="https://kloster-academie.de/veranstaltungen-2/" target="_blank" rel="noopener">Einladung im November</a>: Dinner mit Roland Koch in der Academie Kloster Eberbach – begrenzte Plätze verfügbar</li> <li><a href="https://www.roland-koch.de/person/" target="_blank" rel="noopener">Roland Koch</a> – persönliche Website</li> </ul>

<h3>Über die Gäste</h3> <p> <strong>Roland Koch</strong> war von 1999 bis 2010 Hessischer Ministerpräsident. Heute ist er Rechtsanwalt, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management (seit 2017), Aufsichtsratsmitglied bei Vodafone Deutschland und seit 2020 Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung. </p> <p> <strong>Marcus M. Lübbering</strong> ist Gründer und Vorsitzender der Academie Kloster Eberbach und Autor der wöchentlichen Impulse seit 2017. </p>

<h3>Moderation</h3> <p>Sebastian Labonte & Lukas Prandzioch, Moderatoren der Academie Kloster Eberbach.</p>`

Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen.

00:00:01: liebe Zuhörer, liebe Zuschauer kann man heute auch sagen.

00:00:05: Grüße dich lieber Lukas!

00:00:06: Wir sind heute an einem ganz besonderen Ort.

00:00:09: wir haben das gesamte Studio eingepackt.

00:00:14: was denkst du über unseren Gast?

00:00:17: Unseren Hauptgast werden heute zwei und vielleicht auch über unseren altbewerten zweiten Gast starten jemand mit unserem Hauptgerst Herr Koch.

00:00:25: ich finde ihre ihren Werdegang wahnsinnig spannend vor allem diese unterschiedlichen Erfahrungen in Stiftungskontext, Unternehmenskontexten und Politik.

00:00:34: Und ich persönlich interessiere mich sehr für die Themen Führung – von daher bin ich natürlich gespannt, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede es vielleicht auch in diesen doch verschiedenen Systemen

00:00:44: gibt.".

00:00:45: Das heißt, die Katze haben wir aus dem Sack gelassen.

00:00:47: Herzlich willkommen auf meiner Seite Herr Roland Koch!

00:00:50: Niemann geringeren als unseren altbewerteten Gründe und Vorsitzenden der Akademie Klosseeberbach.

00:00:56: Ich grüße dich Markus Lübering.

00:00:57: Ja, schön dabei sein zu dürfen.

00:00:59: Herr Koch wir sind bei Ihnen in den Büroräumlichkeiten in Frankfurt.

00:01:03: herzlichen Dank für die Möglichkeit dass Sie uns auch die Zeit schenken sie ein bisschen näher kennenzulernen.

00:01:09: ich würde direkt anfangen wollen beginnen wollen.

00:01:11: sie sind mit vierzehn Jahren in die junge Union eingetreten.

00:01:16: der nächste große Step ist damit forty-one der jüngste Ministerpräsident Deutschlands zum ersten Teil was es in Ihrem Kopf vorgegangen als vierzehntjähriger Junge sich dann dort politisch so zu engagieren?

00:01:33: Also die Entscheidung in die Politik zu gehen ist nicht ganz allein vom Himmel gefallen, sondern ich bin Sohn eines sehr politischen Vaters.

00:01:41: Mein Vater war zu diesem Zeitpunkt damals Abgeordneter im Hessischen Landtag, sodass ich etwas näher dran war an diesen Fragen.

00:01:51: Andererseits hat mich die Schule.

00:01:55: Eigentlich bin ich aus der Perspektive interessiert, was ich dort als Klassensprecher oder später ganz viele Jahre als Schulsprecher machen konnte.

00:02:03: Also diese Dinge die vielleicht mit dem Politiker, vielleicht mit einem Anwalt also mit den Dingen die ich im Leben weiter gemacht habe durchaus schon etwas zu tun hatten haben da eine Rolle gespielt.

00:02:12: und als ich dann Kontakt zur Jungen Union bekommen habe fand ich das spannend Auch die Interaktion unter dem Beteiligten.

00:02:21: Ich hatte ein Problem in meiner eigenen Heimatstadt ersprochen, gab es keine Junge Union und da konnte man nicht mitgehen werden.

00:02:27: also musste ich erst gründen.

00:02:28: um das zu machen und das habe ich dann mit vor zehn Jahren mit zwei drei Freunden in getan haben wir noch ein paar dazu gemischt weil es müssten mindestens sieben sein und haben dann begonnen dort eine Arbeit zu machen indem wir versucht haben weitere Menschen davon zu überzeugen.

00:02:43: und so habe ich eigentlich das Geschäft das mit Politik zu tun hat sehr von der PIK auf gelernt.

00:02:48: Das war...wissen Sie es noch?

00:02:52: Ja, das muss irgendwann um das Jahr neunzigzehnt zwanzigzehnteinzigzehn geführt werden.

00:02:55: Perfekt!

00:02:56: Zweiundsebzig Eintritt in die Junge Union.

00:02:59: Dann kam schon Fünf-Siebzig eintritt an die CDU und dann waren sie von fünfundachtzig bis siebenachtzig Bundesvorsitzender der Junge Union.

00:03:07: Und dann kam es schon dazu, neunzehnhundertsiebenachzig dass sie für unglaubliche Dreiundzwanzig Jahre im hessischen Landtag eingezogen sind.

00:03:16: Damit wir die Verehrung nicht zu weit treiben, ich war vier Jahre stellvertretender Bundeswurzner Jung-Union.

00:03:21: Irgendwann in dieser Kante bis zum Jahr siebenundachzig und in der Tat bin ich dann etwas früher als ich das beabsichtigt hatte in den Landtag eingezogen.

00:03:33: dort war damals die Wahl die Joschka Fischer sozusagen durch seinen Ausscheiden bei den Sozialdemokraten Holger Börner Regierungschef erzwungen hat weil es gab daneben Auflösung des Hessischen Landtags und Neuwahlen.

00:03:46: Und zu dem Zeitpunkt bin ich an dieser Stelle in der Tat der Nachfolger meines Vaters geworden, der dann dort ausscheiden wollte aus der Politik oder Sache nicht geklappt hat, weil ich war Abgeordneter.

00:03:58: Dann rief er mich an und sagte, man hat mich gefragt ob ich Minister werden will?

00:04:01: Und dann waren wir eben doch auch eine Reihe von Jahren zusammen noch in Wiesbaden der Landespolitik aktiv.

00:04:08: Ja die Zeiten im Wahlkreis ist sehr lange gewesen Am Anfang eben parallel zu meinem Beruf, am Ende dann als meinem Beruf in der Politik.

00:04:18: Und das Vertrauen dort war schon eine ganz wichtige Basis.

00:04:21: Ich bin mit sehr großen Mehrheiten gewählt worden was natürlich im Wesentlichen an der Struktur des Wahlkreises liegt aber was einem auch ein gewisses Freiheit oder ein gewisses Rückgrat gibt.

00:04:32: Und es waren auch nicht immer einfache Wahlkämpfe.

00:04:34: Wenn ich mich in der Vorbereitung am siebten April neun neunzig sind, sind Sie zum siebte Ministerpräsident des Landes Hessen gewählt worden und das war ja auch mit dem Thema doppelter Staatsbürgerschaft.

00:04:46: da hat man schon spätestens, da hat mal erkennen können dass sie ein Profilpolitiker sind.

00:04:53: mit Rückgrat will ich was sagen weil das war... Ich kann mich da auch schon ein bisschen erinnern noch An den Wahlkampf.

00:04:59: das war nicht das einfachste, aber sie haben es trotzdem geschafft.

00:05:03: Was hat Sie da durchhalten lassen?

00:05:06: Auch jetzt nicht nur explizit bei dem Wahlkamp, sondern auch allgemein bei herausfordernde Situationen im Leben aufkam.

00:05:14: Das kann man selbst vielleicht gar nicht immer so genau analysieren.

00:05:18: Ich habe in dem was wir vorher besprochen haben bezüglich der Arbeit der Jungen Union den großen Vorteil und genossen, dass ich mich relativ früh mit sehr unterschiedlichen inhaltlichen Fragen beschäftigen konnte.

00:05:33: Und zwar noch zu einem Zeitpunkt wo in Anführungszeichen das nicht ganz so wichtig war, der man in Gelassenheit Dinge auch austesten ausdiskutieren und seine eigene profile Persönlichkeiten wissen sammeln kann.

00:05:48: In den Jahren dann in den neunziger Jahren als Oppositionsführer, Parteivorsitzender und später als Ministerpräsident Hat mir das extrem geholfen, weil es einen großen Vorteil mit sich bringt.

00:06:00: Man hat eine innere Stabilität oder Sicherheit über das was man wirklich für richtig und falsch hält die äußeren Umstände immer noch herausfordernd machen weil sie muss man managen.

00:06:12: aber die Äußeren umständen sind dann in den prinzipiellen Fragen jedenfalls.

00:06:17: da muss ich immer nachdenklich bleiben dass der andere auch recht haben könnte.

00:06:20: Aber in den prinzipien fragen sind sie eben stabiler auch heftige Gegenströmungen auszuhalten.

00:06:29: Und bei der doppelten Staatsbürgerschaft, die dann in der Tat, weil Gerhard Schröder und Joschka Fischer sie gerade eben Monate vorher zum Regierungsprogramm gemacht haben und es eine sehr breite Mehrheit der Bevölkerung gab, die das nicht wollte wurde das zu einem Thema dass auf einmal beherrschend war Und ich glaube, dass es immer richtig ist die Debatten, die es in der Gesellschaft gibt auch so einen Gegenstand der Wahlkämpfe zu machen.

00:06:58: Wir haben zu oft ein Deutschland-Wahlkämpfer vor alle Parteien vereinbart das Thema sei zu gefährlich sollte man im Wahlkampf nicht darüber reden.

00:07:04: Das habe ich immer für falsch gehalten und in diesem konkreten Fall war's ebenso, dass mit den Strategien, die wir angewandt haben möglich war das Thema zum Mobilisieren.

00:07:15: Und ja, innerhalb von sechs oder acht Wochen haben wir ein Sechzehn Prozent Punkt in den Umfragen zwischen SPD und CDU schlicht umzudrehen.

00:07:24: Und aus einer sehr stabilen Meinungsforschungsmehrheit der SPD und der Grünen dann am Ende einen sehr knappen hauchdünnen politischen Erfolg der Union gemeinsam mit der FDP machen zu können?

00:07:39: Das hat sich auch durchgezogen bis zum fünften Februar zwei Tausendneuen.

00:07:42: Da sind es zum dritten Mal und ist der Präsident gewählt worden bevor wir dann die politische, vielleicht sogar Analyse nachher reinsteigen.

00:07:50: Inwiefern spielt Familie bei Ihnen eine Rolle und hat die Politik vielleicht die Familie beeinflusst oder hat die Familie vielleicht auch ihre Haltung und die Stärke in der Politik und in der Öffentlichkeit bestärkt?

00:08:03: Ich weiß nicht zu viel über die Familie reden.

00:08:05: das werden wir respektieren aber ich will kurz darauf eingehen um verstehen ob es denn da familiäre Werte hinten dran gibt Vielleicht auch unseren Zuhörern mal das eine oder andere an Ratschlag mitgeben können.

00:08:20: Ich hab das Glück gehabt, hier in einer sehr stabilen Familienumgebung aufzuwachsen.

00:08:25: Ich habe was Oscar Fischer öffentlich immer unter dem Motto, ich könne keine Jugend gehabt haben kritisiert da eine sehr enge Partnerschaft mit meinem Vater gehabt.

00:08:36: Mein Vater war auch Anwalt und wir haben zusammen im Beruf gearbeitet.

00:08:40: Wir waren sozusagen auf der gleichen politischen Ebene tätig.

00:08:45: Ich war viele Jahre Stadtverordneter in unserer Heimatstadt.

00:08:48: Er war der Stadtvorsteher, ich war Kreiswassabgeordneter und er war dann eine Kreiswachsvorsitzende später.

00:08:53: Also wir sind uns immer in sehr unterschiedlichen Rollen begegnet aber sehr kooperativ.

00:08:58: also mein Vater und ich konnten sehr gut zusammenarbeiten und diese Familienzusammenhalt den ich einziger Sohn natürlich dann ein Stück auch erleben konnte hat ganz sicherlich mich geprägt an dieser Stelle.

00:09:13: Und ich hab später eben Glück gehabt, was heißt später?

00:09:16: Ich habe schon in der Schule meine Frau gefunden.

00:09:18: Aber muss sagen wir haben gemeinsam das Glück gehabt dass da sozusagen eine lebenszeitlich beständige verlässliche Basis geworden ist.

00:09:31: und da gilt dann wieder so wie bei Prinzipien auch Das ist ein Element, das einen ein Stück gelassener in Risikern Herausforderungen und Unsicherzeiten schauen lässt weil eben nicht alles zwankt, sowohl eine gewisse inhaltliche Sicherheit als auch eine gewiss persönliche Stabilität sind nicht alleine und nicht zwingend.

00:09:56: Aber in meiner Situation jedenfalls Ausschlag geben dafür dass ich mein berufliches Leben und ein privates Leben mit Stabilitätsvertrauen und Gelassenheit verbinde.

00:10:12: Ich hatte auch lange Phasen meines Lebens mit meinem Vater zusammenarbeiten dürfen.

00:10:16: Ich kenne das, wie war es bei Ihnen?

00:10:18: Also ich kenne die politischen Diskussionen bei uns zu Hause.

00:10:21: da waren wir oft auch konträr... Da sind wir auch oft konträre.

00:10:24: Wie war das bei Ihnen wenn Sie eine Partei denn angehören?

00:10:27: Wie kann ich mir das vorstellen?

00:10:28: War das immer Friede Freude Eierkuchen?

00:10:30: Gab's da Diskussion von denen sie gelernt haben, die sie was gelehrt haben.

00:10:36: vielleicht.

00:10:39: Auf jeden Fall habe ich endlos viel alleine dadurch gelernt, weil ich eben Prozesse miterlebt habe.

00:10:45: Und Politik ist ja eine Kombination zwischen innerlichen Bestaltungswillen und der Fähigkeit daraus Gestaltung zu machen.

00:10:55: Da gibt es überhaupt nichts Besseres als in einer Familie am Frühstückstisch die Erlebnisse des Vaters wie gesagt Einziger Sohn war eine kleine Runde auszutauschen zu sehen und dann ja doch auch schon sehr früh zu begleiten.

00:11:08: Ich habe noch mit fünfzehn der ersten Wahlkampf meines Vaters verantwortlich organisiert und gemärscht, weil ich habe sehr früh gelernt wie man auch mit organisatorischen Dingen umgeht und hab deshalb eben auch über viele Dinge von Anfang an mit ihm reden müssen.

00:11:22: ganz sicher ist es so dass Generationsunterschiede sich abbilden.

00:11:26: muss das unbedingt sein?

00:11:27: und warum dieses und warum jenes in innerlichen unten bis zu technischen Fragen.

00:11:33: Das begleitet, glaube ich, jeweils jüngere Generationen gegenüber der Älteren.

00:11:38: Wenn ich heute meine Söhne sehe bei mir gegenüber genauso dass es immer wieder diese Frage gibt.

00:11:43: und die Frage ist nicht nur technisch sondern sie ist auch warum verändern sich Lebensumstände, Traditionen, Rituale?

00:11:51: Und darüber muss es eine Diskussion geben.

00:11:54: allerdings ich hatte eben den Vorteil das in den wirklich grundsätzlichen Wir nahe beieinander waren und ich eher da an seiner Position ein Stück interessiert war.

00:12:06: Mein Vater hatte eben auch ein großes ökonomisches Interesse, und hat sehr viel in den alten sozusagen Lehren der neoliberalen Ökonomen gestanden – die Bücher, die er gelesen hat.

00:12:19: Die stehen bei mir heute halt auch noch.

00:12:22: Und das hat einen Grundkonsens produziert, der aus den Debatten des Tages ein geduldiges Arbeiten was mich angeht an seinen Veränderungen gemacht hat.

00:12:34: Und da ich ja im Leben mit sehr vielen älteren Menschen im Verhältnis zu mir zu tun hatte später, hat das bis zum heutigen Tag mir eine besondere Art von Lebenserfahrung auch gegeben mit dem man nicht mitkriegt, wenn man kämpft.

00:12:49: Sondern die man nur mit kriegt, weil man interagiert und gemeinsam ist.

00:12:52: Und die mich ganz sicherlich sehr geprägt hat und auch viele meiner beruflichen Dinge später einfacher

00:12:59: gemacht habe.

00:13:00: Vielen Dank an der Stelle schon mal!

00:13:03: Aber jetzt kommt noch ein großes, ein herzliches Dankeschön nämlich für Ihr Engagement im Kloster Eberbach allgemein in dem heiligen Gemäuer wie ich es so gerne nenne.

00:13:13: Ich bin gebürtiger Meinser, da hat man auch gearbeitet bei dem Weingemusik Festival.

00:13:18: Das heißt, man hat wirklich einen Bezug zu wenn man in der Region wohnhaft ist.

00:13:23: Vielen Dank dafür!

00:13:25: Nichtsdestotrotz würde es mich interessieren Markus wir haben uns schon darüber unterhalten.

00:13:29: du hast auch schon in deiner Folge darüber besprochen.

00:13:31: was waren die Beweggründe?

00:13:33: Was hat sie veranlasst sich so da zu engagieren im Kloster Eberbach das war ja auch nicht immer nur einfach.

00:13:45: Also ich glaube ganz allgemein kann man einfach sagen, dass es ein faszinierender Ort in einer faszinerenden Region ist.

00:13:52: und für Menschen die auch hier im Zentralbereich von Frankfurt leben und arbeiten.

00:13:57: Ist das ein großes Privileg?

00:14:01: Und zwar eher ein emotionales Privilegg muss sagen in einer sehr geringen Entfernung praktisch eine andere Welt kommen zu können.

00:14:11: Und die andere Welt, das ist das Rheintal an dieser engen Stelle.

00:14:15: Das sind die Weinberge, das sind doch relativ kleinen Dörfer mit noch relativ gut gebundenen inneren Dörflichkeiten und Städten und engen Gassen und dem Fachwerk unter Gastronomie und dieser kleinteiligen Landwirtschaft, die dahinter steckt so dass sozusagen dieser Wechsel auch dieses Spannungsfeld besteht zwischen dem Hochhaus und dem Weinberg für mich immer ein Element von Erholung erhalten hatte.

00:14:47: Und wenn man das steigern will, dann ist glaube ich der enge Bezirk von Kloster Eberbach noch einmal eine Verschärfung und Verstärkung einer solchen Emotion in dem Sinne dass wenn man durch die Eingangstore fährt oder geht durchläuft dort an unterschiedlichen Stellen sitzen und sprechen kann, dann fühlt man sich in einer Welt die ein Element von der Geborgenheit auslöst.

00:15:20: Das ist total anders als die anderen Welten, die man auch suchen kann indem man Freizeit erlebt oder anderes hat Und das kommt aus der Dimension Es ist halt eine gigantische Anlage Die eine gewisse Majestätik in ihrer Größe ausstrahlt.

00:15:38: Es ist aber auch eben das Wissen um die Bedeutung und Tradition dessen was in diesen Mauern geschehen ist, die halt immer noch so stehen.

00:15:46: Und ich habe durchaus schon Situationen gehabt wo ich nachts noch im Glosser war.

00:15:50: wenn ein bisschen Schneefeld und man geht da durch die Gasse der Abzwohnungen dann kann man schon erfühlen dass dich da eine letzten vierhundert Jahre nicht so schrecklich viel getan hat an Veränderung.

00:16:03: Man isst dann ein Stück tatsächlich auch in dieser anderen Welt.

00:16:07: Und das Land Hessen hatte in Anführungszeichen den Vorteil, im Gegensatz zu bayerischen Baden-Württembergischen Kollegen, dass es nicht so viele Kulturdenkmäler dieser Qualität gibt.

00:16:20: Warum den Vorteilen?

00:16:21: Weil eben die wirtschaftliche Verantwortung für diese Pflege des Kulturgut ist eine durchaus beachtenswerte auch Belastung der öffentlichen Finanzen ist.

00:16:32: und seht wie viele, viele Millionen immer wieder seit der Gott sei Dank getroffenen Entscheidung damals von Minister St.

00:16:41: Berner immerhin in den späten siebziger Jahren, also ganz viele Jahre auch schon der Geschichte der Bundesrepublik war das noch eine dem Verfall hingegeben mit sinnlosen Nutzungen aus Verzweiflung versehener Einrichtung immer unter die Motto wenn wir sich schon haben müssen wir wenigstens was draus machen ob das ein Frauengefängnis, ein Lager oder sonst irgendwas ist.

00:17:03: Irgendwelche absurden Ideen einfach unter dem Motto das Gebäude ist da und erst damals Ende der Siebzigerjahre ist erkannt worden, dass es sozusagen ein Beitrag zur Kultur identität an sich ist.

00:17:14: Und dann ist dort viel getan worden und wenn wir heute sicherlich eine Situation haben das wird deutlich über hundertzwanzig Millionen Euro dort investiert haben.

00:17:23: Dann gab's da Leute die glaubten einige Dutzend Millionen Demag würden reichen, um das alles zu machen.

00:17:29: Also es ist immer weitergegangen von den Dächern nach unten und zur Seite und am Ende letztlich wieder jetzt in einem Zirkel, dass was im Jahr nasset achtzig saniert war im Jahr zwei tausendunddreißig wieder eine Sanierung bedarf natürlicherweise.

00:17:42: Und daraus ist ein Ein ein ein Nukleos von Geschichte und unterleben hessens geworden Von denen es nicht endlos viele gibt.

00:17:53: und deshalb hatte auch für diese Region in dieser ganzen Einzugsbereich bis auf die andere Reinseite hin eine Prägekraft heute, die nicht mehr die der Appte und Mönche des Dreizehn-, Vierzehn- und Fünfzehnjahrhunderts ist.

00:18:10: Aber die doch wieder eine gewisse Präagekraft hat, die sich auch im allgemeinen Interesse lohnt zu erhalten und zu nutzen.

00:18:17: Und das habe ich wie einige andere immer wieder versucht beizutragen – ein bisschen.

00:18:23: was bleibt ja dann immer übrig!

00:18:25: Sie haben einmal gesagt, dass sich die Welt immer ein Stück verändert.

00:18:28: Wenn man durch die Mauern des Kloster Eberbachs fährt.

00:18:31: Darf ich fragen was dich für sie persönlich verändert wenn sie durch die Mauer fahren?

00:18:38: Ich glaube es ist so ein gewisser Element von Angefasstheit also von diesem genauer Leben zu sagen du dir schreitest sozusagen eine Grenze die vielleicht auch ein Stück schützt was eigentlich schützte Ruhe Identitäts Suche Ein Stück Gesicht sozusagen im wirklich ungezwungen geschützten Raum zu bewegen, der ein Stück distanziert ist von dem zeitgeschichtlichen Wirren und Wellen den jeder normale Mensch zu jeder Zeit des Lebens ausgesetzt ist.

00:19:17: Und auf der anderen Seite ein bisschen rückspiegelt, was sozusagen Lebensformen und auch Formen des Denkens und Lebens anderer gewesen sein könnte.

00:19:26: Wenn man sich überlegt warum die das da so gebaut haben?

00:19:31: Ich glaube, diese beiden Elemente und abgesehen davon ist es eine heute perfekt gepflegte Anlage.

00:19:35: Ein wunderbarer Park, tolle Gebäude erhalten wir voller freudiger Menschen die das alles besichtigen und sehen mit Leben gefüllt also auch alles Dinge die einfach mehr schön sind wenn man sie sehen kann.

00:19:49: jetzt Ist man von ihrem Leben gewohnt, dass die Menschen zusammenführen und dann auch eigentlich diese Teams zum Erfolg führen.

00:19:55: Das ist ihnen jetzt auch mit Julius Wagner nicht zuletzt geklückt der bis heute dort mit seinem Team für Ordnung sorgt und uns viele schöne Stunden ermöglicht.

00:20:05: Aber vor nicht ganz ungefähr ein, zwanzig Jahren haben sie jemanden in ihrem Leben kennenlernen dürfen.

00:20:12: Ich bin gespannt auf die Geschichte nämlich wie Sie, Herr Roland Koch und Du Marcos zueinander gefunden habt.

00:20:18: wir hatten es schon mal in Deiner Folge besprochen aber Wie ist dann zusammen die Entscheidung gekommen?

00:20:26: Nicht nur neben dem Klosterbetrieb der auch bis heute aufrecht erhalten bleibt Auch eine Akademie zu gründen.

00:20:32: was war die Intention dahinter?

00:20:38: Diese Geborgenheit, dieses Prägen oder wie immer man an die Begrifflichkeiten herangeht hat eine spirituelle Geschichte.

00:20:46: Da haben ja nicht Leute gebaut um Gebäude zu bauen, sondern sie haben einen bestimmten geschützten Platz in niedrigen Zeiten gesucht, um in einer Kombination von kontemplativen Leben und existenzsichernden eigenen Arbeiten eine Umgebung zu finden, in der aber letzten Endes alles gottgeweiht war.

00:21:10: Also es gab eine sehr klare und verbindliche, innere Motivationen und Orientierungen für die Gestaltung des Lebens.

00:21:20: Und wenn auch Kloster Ehrbach vielleicht historisch bekannter ist für die wirtschaftlichen Erfolge Der Appte, der Kellermeister und vielen anderen die dort wirtschaftlich tätig waren.

00:21:34: Ganz breite Mitte Deutschlands mit den Produkten und Handlungen auch dem Eigentum und Verantwortung abgedeckt haben also sehr mächtig war im weltlichen Sinne so war es doch auf der anderen Seite eben ein Zentrum des religiösen In den Zeiten, in denen die Bücher nur bei den Klärikern zu Hause waren.

00:21:52: Ein geistiges Dokumentationszentrum und eben eine Glaubensgemeinschaft.

00:21:59: Und meine Einsicht war immer das wenn man ein solches Kulturgut wie wir es heute nennen erhält dann ist es gefährlich wenn man überhaupt nicht mehr im Blick der Aktivitäten, wo man solche Einrichtungen herum hat.

00:22:17: Warum sie eigentlich gab?

00:22:19: Weil dann wird die Geräte in die Gefahr genau das zu werden was ich für meinen wollte nämlich ein bloßes Gebäude bei dem dann die nächste Generation fragt warum die das Dach so spitz gemacht haben.

00:22:33: Das wäre doch mit Flachter schöner gewesen.

00:22:35: und über die Bautechnik reden und nicht mehr über den Inhalt dessen wie und was dort geschah.

00:22:43: Die Frage, wie kann man in einem völlig sekularisierten Gebäude das überhaupt erhalten?

00:22:54: Und so ist der Gedanke entstanden.

00:22:58: Anführungszeichen wenigstens der Ort von Aktivitäten die sich mit dem Kontemplativen, mit dem Glauben und Ethik werten dem was zu den Prägendern für die zwei Jahrtausende, indem wir nun in christlich-wütischer Prägung in Europa leben geführt hat noch bleiben kann.

00:23:21: Und damit ist die Idee der Akademie entstanden.

00:23:27: ich habe sie eher aufgenommen.

00:23:28: es ist dann eher eine Idee ja von Markus Lübering gewesen der als Erplanungschef, mehr der hessischen Staatskanzlei und der Hessischen Regierung sozusagen die Freiheiten hatte auch ungewöhnliches zu denken.

00:23:43: Und die Herausforderung damals war dass genau diese Dinge über die ich da spreche glauben, Kontemplation anderes nach meinem aber auch Markus und anderen Verständnis nichts mit dem Staat zu tun haben.

00:24:00: Also wir können.

00:24:00: jetzt, wir wollen keine Staatsreligion und wir wollen auch keiner staatlich organisierte mentale und ethische Aufrüstung haben.

00:24:12: Das ist in einer freien Gesellschaft die Angelegenheit der Freien Bürger.

00:24:18: Und deshalb war die Herausforderung eigentlich so eine Idee umzusetzen.

00:24:24: Bis heute ist die Akademie sagen das Werk eben von Einzelnen Menschen, die sich zusammengeschlossen haben mit dem gemeinsamen Versprechen eine oft nicht unbeachtliche Zeit persönlicher Aktivitäten unterschiedlichster Art gewidmet in diese Arbeiterakademie einzubringen.

00:24:47: Das ist reines Bürgerengagement.

00:24:50: aber soll das Bürgerschaingangement braucht eben dann Wie jeder weiß ja mal in irgendeiner Frage von Verein oder Gruppe, braucht sozusagen zentrale Leitpersonen die mit Kenntnis, Leidenschaft und Kontinuität an so etwas herangehen.

00:25:07: Und da er den Vorschlag gemacht hat, hat er auch die Chance hinauszuführen.

00:25:12: das ist gelegentlich das was einem passiert.

00:25:15: Ich glaube es hat ihnen ein Stück fasziniert.

00:25:17: ich kenne etwa die Uhrzeiten der abgesammten E-Mails und weiß deshalb wie er diese Zeit dann auch investiert hat.

00:25:25: Und das sind zarte Pflänzchen, solche Institutionen sind in unserer Gesellschaft nicht sozusagen Massentrodukte.

00:25:33: Da ist die Ausstellung von Lego Bausteinen oder ähnlichem attraktiver als eine akademisches Seminar.

00:25:46: und das Aufrecht zu erhalten, Menschen zu binden.

00:25:49: Aber immer wieder selber aufrecht zu halten weil auch wieder welche gehen ist eine sehr entscheidende Antwort auf die Frage wie kann so was überhaupt existieren?

00:26:00: Es ist aber eben auch so selten diese Antworten zu finden und deshalb hat glaube ich die Region und die Akademie in meinem Leben Glück dass Markus Liebering da war.

00:26:09: Vielleicht darf ich einwerfen dass sich in der Zeit der Gründung einen Ministerpräsidenten kennengelernt habe, der natürlich politisch absolut profiliert war.

00:26:21: Aber eine Dimension hatte die ich nicht kannte und ist wenn man natürlich täglich zusammenarbeitet da war immer nur offene Tür Man konnte mit Fragen kommen man ging eigentlich immer klüger raus als mal reingekommen war.

00:26:35: Oder es hieß dann sagen Sie mir nicht, warum es nicht geht.

00:26:39: Sagen sie mir nicht das ist nicht geht sondern warum es nichts geht.

00:26:42: oder machen sie selbst?

00:26:43: Das passierte dann eben.

00:26:45: gehört haben auch ich bin aber dankbar gewesen um einen Menschen kennenzulernen der eben auch religiös denkt und verwurzelt ist ohne dass er es zu schau trägt oder ohne dass ständig in seinen reden benennt.

00:27:03: Ich habe eine Frage.

00:27:04: Als wir damals über die Akademie geredet haben, stand man einer Reise zum Dalai Lama an und da gibt es ja eine Freundschaft – eine sehr intensive Freundschaft, wo ich jetzt nicht tiefer darauf eingehen möchte.

00:27:20: Ich hab dannmals die Frage gestellt vor der Reise.

00:27:24: Wie ist das denn mit Meditation?

00:27:27: Und dann war die Antwort des damaligen Ministerpräsidenten, also jetzt muss ich vielleicht keine Geschichtsfälle schon sagen.

00:27:33: Aber so ungefähr da haben wir nie sozusagen in Extensor drüber geredet.

00:27:39: Das hat sich glaube ich ein bisschen verändert.

00:27:41: aber es war ja erstmal eine politische und persönliche Freundschaft und ich wollte mal die Frage stellen... ändert sich was im Verlauf der Jahre, im Verlaufe des Lebens zu solchen Dingen wie Kontemplation, Stille.

00:27:55: Das war ja mein Antrieb vor allem auch die Akademie zu gründen.

00:27:59: natürlich sind dann die Wertefragen und Führungsfragen dazu gekommen.

00:28:03: aber von dieser Grundeinstellung gegenüber dem Was im Kern das Innerste des Menschen ausmacht, ist das eine Änderung gewesen?

00:28:12: oder gab es dann später mal Gespräche mit dem Dalai Lama dazu?

00:28:19: Da bin ich einfach neugierig was der ehemalige Ministerpräsident dazusagt.

00:28:23: Und wie kann man sich dazu bringen?

00:28:26: also wie kommt man im Leben dazu den Dalai lama die Chance zu bekommen sich zu befreuen?

00:28:33: Ja jetzt weiß ja unterschiedliche Themen.

00:28:34: fangen euch das an was Markus sagt.

00:28:39: Also offen gesagt hat das bis zum Schluss keiner entscheidende Rolle gespielt.

00:28:45: Was auch daran lag, dass der Dalai Lama und ich von sehr Anfang einer Vereinbarung haben, er bleibt Buddhist und ich bleib Katholik und versuchen wir jetzt nicht durch intensive Gespräche zu ändern.

00:29:02: Ich glaube schon, dass im Laufe der Zeit bei einem Menschen wie Dalama, der seit seinem achten Lebensjahr in Rieten erlebt sich in sie verinnerlicht hat.

00:29:17: Auch gepresst worden ist im Lauf des Lebens aber eben sie auch verinnerlich hat.

00:29:23: Ist das von einer so zentralen Funktion?

00:29:25: Wie Sie Menschen hier nicht sehen müssen und Markus ist da sozusagen sehr viel Engagierter davon überzeugt, wie wichtig es ist.

00:29:34: Da bin ich vielleicht zu hektisch für alle.

00:29:36: Das hat sicherlich aber auch die Dimension, dass man in einer Welt, in der die Beschleunigung eine der ganz wesentlichen Merkmale nicht nur der Veränderung der Gesellschaft sondern auch der Überlastungen der Gesellschaft darstellt, indem wir ganz viele Menschen unterschiedlichster Ausprägung, auch unterschiedlicher Form von Verantwortung oder Aktivität sehen die mit diesem Nicht mehr innehalten können nicht fertig werden und die dafür Instrumente brauchen.

00:30:14: Und ich habe ja beobachtet wie Markus das in der Hessischen Landesverwaltung sozusagen Mitarbeitern angeboten hat und andere darin auch ausgebildet hat das ein Stück weiterzugeben.

00:30:27: Das ist ein sehr wichtiges Instrument in einer Welt, in der wir vom Individuum erwarten, dass es sich selbst steuert.

00:30:38: Die meisten auf der Welt sehen das anders und die Voraussetzungen dafür gelingen zu lassen sind wieder Begrifflichkeit und Werte, über die wir am Anfang gesprochen haben, innere Stabilität gebrochener als Zuverlässigkeit rückgeleitet Alles Themen, die dazu gehören, die ein Stück der Selbstbildung erfordern.

00:30:59: Dafür gibt es unterschiedliche Instrumente und ich glaube das ist ganz unbestreitbar ist, dass sozusagen das Kontemplative in sich versinken, das meditieren oder wie immer man das nennt eine sehr geeignete Instrument dafür ist.

00:31:14: Dem steht da eine Ferne oder andere näher.

00:31:16: aber das Wichtige daran ist, und dass man nicht in einer individuellen Gesellschaft auf sich allein zurückgeworfen ist, wenn man glaubt diese Option sei für jemand die Richtige.

00:31:31: Und indem man auch eine Chance bekommt das in Gemeinschaft mit anderen auszuprobieren um am Ende sich ein eigenes Urteil über das zu bilden was was das Beste für ihn ist.

00:31:42: Was denn der Alarm angeht so ist die Welt wie viel es das Markus und ich uns kennen können haben.

00:31:46: wir sind Zufall.

00:31:47: Alarm hat nicht uns kennengelernt.

00:31:48: Auch im Zufallen die meisten Dinge sind irgendein Zufalls der dann sich glücklich fügt.

00:31:54: Ich habe ihn durch einen Unternehmer, der hier in Hofheim in unserer Region ansässig war und der einmal ein Dokumentarfilm für das zweite deutsche Fernsehen über die Tibeta gedreht hat und dort in der Arama kennelernte Dort eine Partnerschaft entstanden ist und dann häufig sozusagen hier auch der Gastgeber war, wenn da immer in intercontinentalen Flügen hier in Frankfurt waren.

00:32:20: Und er fragte irgendwann gibt es denn eine Chance auch mal mit der Politik in Deutschland zu reden?

00:32:24: Das war eigentlich nicht möglich weil die Politik schon damals auf einer sehr China orientierte Weise dieses Thema für weniger bedeutend hielt.

00:32:33: Und damals war ich dieser stellvertretende Bundesvorsitzender Jochen von dem wohin die Rede war Und das war sozusagen der höchstrangige politische Gesprächswartner, den er da in Deutschland finden konnte.

00:32:44: Also war ich in dieser privilegierten Situation und dann hat sich das ergeben!

00:32:50: Da gibt es ja nichts.

00:32:51: Ich war immer davon überzeugt – und bin das bis heute – dass wir in einer Welt, in der einen Krieg zum Leben gehört werden.

00:32:59: Wir werden leider auch nicht ganz beseitigen können, sonst bräuchten wir keine Polizei und keine Armeen mehr.

00:33:06: In einer solchen Welt ist, wenn es eine Enklave gibt in denen ein bestimmtes Volk unter einer bestimmten religiösen Vorbestimmtheit selbst bei erster existenzieller Bedrängnis auf Gewalt verzichten will.

00:33:25: Dann muss die Welt sich überlegen was die Sprüche eigentlich keine Gewalt nutzen zu wollen, wer es sind in so vielen harten Auseinandersetzungen.

00:33:34: Wenn dann man nicht denjenigen oder diejenigen unterstützt sie das anders versuchen?

00:33:38: Das ist eine moralische Modellfrage, die dahinter steht, die mich immer mal ein Stück beschäftigt hat und so habe ich mich damit beschäftigt.

00:33:48: So habe ich die Mitarbeiter und die Umgebung des Teilhörers einmal kennengelernt viele Freunde dort gefunden.

00:33:56: Der Dalama war halt oft in Frankfurt, wir haben nachgezählt irgendwann über fünfzigmal hier in Hessen.

00:34:03: Das waren viele frühe Frühstücke weil er eben dann oft mit der Maschine um vier oder fünf Uhr morgens gelandet ist aus Indien um danach Amerika später weiterzugehen aber eben auch sehr viele Besuche und intensive Treffende und große Geburtstagsfeier mit zehn tausenden von Menschen hier in der Region Aber eben hinter diesen schönen Fasaden, auch die inhaltliche Arbeit.

00:34:30: Ich habe das Team, das im Namen des Daerlamans mit der chinesischen Regierung verhandelt hat ein Jahrzehnt lang betreut und gecoached und damit ganz viel gelernt was wieder mit dieser Kultur, Religion, Geopolitik aber auch die chinesische Politik zusammenhängen.

00:34:53: Faszinierende Erfahrung dabei.

00:34:56: Irgendwann hat dann der Rahmen in der Tat mal gesagt, so lang wie wir zusammen sind, werden wir uns jetzt mal Freunden nennen oder?

00:35:01: Und so ist eigentlich diese Begrifflichkeit da

00:35:04: entstanden.".

00:35:05: Was mich gerade interessieren würde sie haben gesagt – Sie haben auch viel gelernt!

00:35:09: Was war denn ihr größtes Learning von der Kultur und der Religion?

00:35:14: Vielleicht sind wir da wieder nicht so weit weg von dem, was an der anderen Seite mit Kontemplation zu tun hat.

00:35:20: Wenn man damit nicht nur zusammen ist sondern eben auch über existenzielle politische Fragen seines Volkes über Zeitdimensionen Entscheidung und Veränderungen redet dann beginnt man eine Begriff von Geduld zu erspüren Ergebnisoptimismus zu erspüren, weil die für unser normalen Lebensrhythmus ungewohnt sind.

00:35:52: Und das verändert Sichtweisen ganz sicher auch bei mir – ich muss in dieser Welt zurechtkommen mit ihrem Takt aber es hilft gelegentlich zu wissen dass das nicht das letzte Wort ist und es hilft gelegenlich auch zu wissen, dass bestimmte Strömungen sich auf die Dauer durchsetzen.

00:36:12: Das habe ich mit einer gewissen Faszination beobachtet, weil das ja mit der Geschichte, wenn man sozusagen mit friedlichen Mitteln einer bewaffneten Nation gegenübersteht eine sehr entscheidende Fragestellung ist.

00:36:28: Wie lange dultet man da so?

00:36:29: Eine Frageställung ist die man auch in dieser Welt beobachten kann.

00:36:33: junge, die Beta sind eben auf die Straße gegangen und wollten mit Gewalt über die Grenze gehen und das machen.

00:36:41: Da haben wir nur in der letzten Sekunde verhindert, diese seine eigene junge Generation zu stoppen.

00:36:47: Insofern kenne ich sehr viele Diskussionen über diese Frage zwischen Geduld, Gelassenheit oder Optimismus.

00:36:52: Die wahrscheinlich auch nur mit einem Verständnis, dass wir religiös nennen – egal was der wirklich innere Bezugspunkt ist, der unter unseren Religionen sehr unterschiedlich sein kann.

00:37:04: Aber das Wort Gottvertrauen für unsere europäischen Sprach und Lernenmuster, wahrscheinlich das richtige Wort ist.

00:37:13: Dass ich ihm auch unterstellen würde, obwohl dass mit dem Gott bei ihm so nicht im Denken vorkommt.

00:37:19: aber dieses... Das ist nicht Ur-Vertrauen weil das was anderes ist, aber dieses optimistische Vertrauen, dass am Ende bestimmte Dinge sich durchsetzen.

00:37:31: Das habe ich sicher auch davon ein Stück weit gelernt.

00:37:35: mit allen Schwächen ist in dieser Welt und so wie ich aufgewachsen bin, nicht so zu hundert Prozent realisieren zu können und manchmal auch gar nichts realisierend zu wollen.

00:37:45: Bei der Gründung der Akademie vor zwanzig Jahren hast du eine Rede gehalten viel beachtet.

00:37:51: wir haben sie leider nicht aufgezeichnet Aber es ging um die Grundwerte der Gesellschaft, der offenen Gesellschaft und auch christliche Werte.

00:38:00: Und im Interview danach kam nochmal die Frage vom Radiosender was ist denn der wichtigste und größte Wert?

00:38:09: Und eine Antwort damals war die Freiheit.

00:38:13: Das ist ja immer noch ein Wert, der uns beschäftigt oder mehr beschäftigen sollte.

00:38:20: Wie steht es um die Freiheit seither?

00:38:23: In diesen Jahren, was ist da passiert?

00:38:26: Haben wir genug Verbündete, die noch für die Freiheit kämpfen.

00:38:30: Tun die Kirchen genug auf diesem Gebiet?

00:38:33: oder wer müsste noch und könnte noch mehr tun, um der Freiheit wieder zu einer gewissen Faszination gerade auch bei den jüngeren Leuten zu

00:38:41: verhelfen?".

00:38:45: Die Antwort sprengt jeden Podcast, weil sie natürlich so vielfältig sein muss.

00:38:51: Jedenfalls nach meinem Verständnis ist das unbestritten noch bis heute der drehend Angelnpunkt an dem wir sagen unser Leben vermessen und ordnen müssen.

00:39:00: Jeder von uns muss immer in der Tat schauen wo es für seinen persönliches Leben aber eben auch wenn er gesellschaftliche Verantwortung trägt wird das was er dort gestaltet der entscheidende Eckpunkt.

00:39:11: Wer heute in Berlin den Flughafen betritt und die Rolltrepper zwischen Ankunft- und Abflug kriegt, findet ein großes Bild von Willy Brandt.

00:39:23: Der Namensgeber des Flughafens ist mit dem Satz «Neben dem Frieden ist die Freiheit das Wichtigste».

00:39:30: Ich fahre da jetzt mal dran vorbei und finde das provozieren nachdenken – ich glaube dass es umgekehrt richtig ist!

00:39:37: Ich glaube, das ist ein wesentlicher Stück sein.

00:39:38: Ich glaube dass neben der Freiheit der Frieden der wichtigste Wert ist.

00:39:43: aber eben in dieser Reihenfolge und wenn ich heute dort hochfahre dann denke ich was ein junger Mann in der Ukraine der seit vielen Monaten im Schützengraben liegt um das Leben von sich und seiner Familie vor Unfreiheit zu schützen darüber denken würde über die Anfolge dieser beiden Werte.

00:40:00: dahinter steckt mindestens die zweitausend Jahre Kulturgeschichte, Gesellschafts-Geschichte, Religionsgeschichte Europas.

00:40:10: Über diese ganz schlichte Frage sind viele Kriege geführt worden und die Art von Respekt vor dem Individuum, von Friedfertigkeit, die wir heute als Christen versuchen sozusagen zu etablieren ist in vielen Kriegen mit viel Blut erstritten worden.

00:40:25: Das darf man nie vergessen!

00:40:28: Und insofern ist dieser Frage was macht den Menschen aus?

00:40:35: eine Unterscheidung, die in der Tat ohne ein Gottbild und die Religiosität nicht einfacher klärbar wäre.

00:40:44: Und die uns deshalb auch von vielen anderen Kulturgesellschaften der Welt unterscheidet.

00:40:51: Diese Unterscheiding haben wir in unserer Bewertung wahrscheinlich zu lange Zeit marginalisiert, indem wir ja in unterschiedlichsten Formen geglaubt haben das diese Art zu leben wie wir sie hier haben weil sie so attraktiv ist.

00:41:03: Wie wir in den Migrationsdruck jeden Tag sehen einfach für selbstverständlich gehalten haben.

00:41:10: und spätestens mit Fukuyama's Ende der Geschichte, also von nachtzig neunzig hat das sozusagen ein Titel bekommen.

00:41:20: Buchhörmar weiß zu einigem Recht darauf hin, dass es letztlich ein hegelischer Grundgedanken ist.

00:41:25: Den er mit dem absoluten Menschen verbunden dort haben wollte und nicht das was wir jetzt daraus interpretieren.

00:41:30: aber die Welt fand es eine sehr angenehme Beschreibung weil die Freiheit hat gewonnen und das ist falsch.

00:41:39: diese Frage der Werteordnung unter Nützlichkeitsgesichtspunkten für Gesellschaften ist nach wie vor streitig.

00:41:48: guter chinesischer Gesellschaftsideologe unserer Tage ist immer noch der Auffassung, dass das wichtigste eines Individuums und einer Persönlichkeit zur Reife ist zum Glück der gesellschaft beizutragen.

00:42:00: Und wir glauben eben mit allen Haken-und Ölsen die das in einer doch sehr stark staatlich paternalistisch geprägten Welt, dass es immer noch die Aufgabe des Staatesystemindividuumen die Entfaltung zu ermöglichen ist halt einfach gerade umgekehrt.

00:42:16: Und mit diesem Thema und dieser Wertstellung hat das, glaube ich eine Menge zu tun.

00:42:23: Die ist hoch umstritten.

00:42:27: Unser Problem in den modernen freiheitlichen Demokratien, in denen wir hier gerade in Zentral-Europa leben, ist in der Tat dass nun mehr Generationen heranwachsen, die glücklicherweise mit der ganzen Fragestellung nie was zu tun hatten Und die sich deshalb machen.

00:42:42: Mir ist dieser Tage ein Beispiel aufgefallen, dass ich in Norddeutsch an den Urlaub war, daß ein Jugendoffizier in einer Schule war und berichtet worden ist.

00:42:52: Wir dürfen ja nicht werben für die Bundeswehr in Schulen, damit glaube ich auch das einzige Land der Welt aber informieren dürfen, wenn er einen Jugendoffiziierung hat oder eine junge Frau im Raum, die gesagt hat warum er eigentlich sich vorstellen könne, Er erwartet, dass sie etwas für das Land tun.

00:43:12: Was tut das Land eigentlich für Sie?

00:43:14: Wir müssen sehen, welchen Zustand die Schule ist in den Toiletten oder Staaten ihr begegnet.

00:43:22: Mich hat sehr fasziniert, dass der Soldat versucht, sehr pragmatisch auf dem Landrat zu verweisen, der Toilette reinigt anstatt dem jungen Mädchen zu sagen, was wir leisten, ist, wir verteidigen deine Freiheit nicht deine Toilettens.

00:43:37: Mit dieser Unterschied zwischen dem, was das pragmatische Tagesleben ist.

00:43:41: Dass ein Beschäftigte Herausforderung oft nicht in Ordnung ist und auf der anderen Seite die prinzipielle Frage dass wenn man das umkehrt nichts mehr davon von Bedeutung ist weil der Kern verloren gegangen ist.

00:43:57: Das Intellektuell zu erklären, dass zu versuchen sozusagen Menschen im Diskurs nahezubringen, ist nicht einfach.

00:44:08: Und Gott sei Dank haben die Menschen in diesem Land keine andere Erfahrung davon und deshalb muss man ein Stück auf das, dass es dreihundert Kilometer von uns entfernt, vierhundert Kilometern von uns entfernt, die Menschen mit ihrer nackten Existenz jeden Tag dafür kämpfen diese Freiheit zu erhalten immer ein Stück auch sozusagen heranziehen so sagen lasst uns überlegen was machen die da eigentlich gerade?

00:44:31: Also lange Antwort auf die einfache Frage ja ich glaube in der Tat für das Leben so wie ich es sehe ist Freiheit der zentrale Wert, weil es das mein Bild von Menschen, dass nicht ohne Religion denkbar ist für Zentralhalter.

00:44:45: Weil ich aber im Übrigen auch glaube selbst wenn einer total sozusagen agnostisch an die Geschichte herangeht immer noch das effizienteste System ist die Kreativität, Glugheit, Risikofähigkeit jedes einzelnen Menschen als Einzelne zu benutzen.

00:45:00: Das vernünftig zu kanalisieren um daraus einen Gesamtnutzen zu haben.

00:45:03: Also selbst auf dieser nüchternen Basis komme ich noch zum gleichen Argument und glaube dass es sich lohnt diese Debatte weiterzuführen.

00:45:12: nochmal ist nicht sehr verständlich wie schon das Wandbild von Amelie Brandt Flughafen zeigt.

00:45:18: was ich bei ihren Ausführungen Heraushöre ist auch, dass in der jungen Generation der Ethatismus zugenommen hat.

00:45:27: Dass wir immer mehr glauben, der Staat ist dafür da, meine Probleme zu regeln.

00:45:33: Ist das so oder gibt es ... Beobachten Sie einen Unterschied darin?

00:45:37: Wie die früheren Generation auf Politik auf Wirtschaft geblickt haben und wie wir das aktuell tun?

00:45:45: Diesen Unterschied gibt es, wo uns ja immer die Frage stellen, woher er kommt.

00:45:49: Da ist sicherlich keine eindimensionale Antwort denkbar.

00:45:53: In Demokratien überlegen natürlich Menschen, die in politischer Ämter gewählt werden wollen was sie eigentlich für ihre Stimme bieten.

00:46:02: Und da ist das wie mit den Toiletten.

00:46:06: Die Bürger erwarten häufig dass die besser putzen und nicht dass der Politiker den Rahmen schafft indem man freileben unter selbst organisieren kann.

00:46:16: Und wir müssen einfach heute damit fertig werden und auch schauen, wie wir uns da mit sehr fundamental bis zum Akademischen auseinandersetzen.

00:46:27: Dass es diese Trendbewegung gibt also eine freiheitliche Demokratie bei der egoistischen Normalgemütlichkeit eines Menschen letztlich eine Tendenz gibt Patinalismus attraktiv zu finden und war sehr lange attraktif zu finden Bis zu einem Punkt, wo das dann kippt.

00:46:47: Wo es aber angesichts der hohen staatlichen Strukturen die einen umgeben fast nicht mehr möglich ist sich dieser zu entledigen.

00:46:56: weil dort gibt es neben der abstrakten Tatsache dass die Staatsdichte zunimmt im konkreten immer Profiteure.

00:47:06: Das ist normalerweise auf des einzelne Phänomen gesehen niemals die Mehrheit.

00:47:13: Aber je länger eine solche paternalistische Struktur sich entwickelt Umso größer ist die Gefahr, dass die Mehrheit weiß das sie Profiteur ist und den anderen Profiteursolidare schützt weil da sonst die Gefahre besteht.

00:47:23: Dass die eigenen Fragestellungen mit dem paternalistischen Vorteil zu tun hatten auch infrage gestellt würden.

00:47:31: Und dagegen in der Politik anzukämpfen, die in freiheitlichen Gesellschaften eigentlich immer die Verteilung von Lastenregeln, die Verteilung von Wohltaten machen, die Menschen auch.

00:47:40: ohne die Politik ist es eine ausgesprochen herausfordernde Situation Die nicht unter Kontrolle ist im Augenblick.

00:47:49: Weil die Zahl derjenigen, die Führungsfiguren im Sinne von Katalysatoren und von Meinungen sind, die sich dafür aussprechen sozusagen von diesen vermeintlichen... Wohltaten, kurzfristig auch Objektivwohltaten.

00:48:07: Die aber langfristig zu Staatsschulden, zu weniger Freiheit, weniger Kreativität letztlich zu weniger Wohlstand führen um mehr zu distanzieren.

00:48:17: das ist ausgesprochen kompliziert.

00:48:19: Vielleicht müssen wir auch mehr auf die jungen Leute hören aus diesen Krisenländern wo wir eben auch drüber gesprochen haben.

00:48:26: Ich war gerade eine Woche in Tese gewesen und dort war eine Familie ein Ehepaar mit zwei Kindern aus der Ukraine Und natürlich ist die Frage des christlichen Wertes von Frieden dort auch diskutiert worden.

00:48:38: Die junge Frau hat gesagt, wenn ich meine Mann sage oder wenn ich das mitbekomme, wenn wir hier bombardiert werden dann habe ich Hass und Antipathie gegen die Angreifer.

00:48:48: Das wäre eine schlechte Motivation einen Krieg zu führen oder in einem Krieg sein.

00:48:54: Aber wenn mein Mann nach an die Front geht um uns und unsere Freiheit zu verteidigen aus Liebe zur Familie dann ist das eine völlige andere Sichtweise und es kam dort West- und Ostsicht sozusagen aufeinander, also die verwöhnte Westsicht was wir gerade gehört haben.

00:49:13: Und die Ostsichts, die einfach nach dieser Freiheit schreit wo sie nicht da ist, sind natürlich besonders viel wert.

00:49:19: Ich darf vielleicht aber noch eine Frage stellen, ich musste das gerade nur los werden weil mich das sehr bewegt hat.

00:49:26: Der Vorsitzende Ludwig Erdstiftung, da will ich jetzt auch noch mal ein bisschen Reklame für machen.

00:49:31: Sehr

00:49:31: gerne danke dir!

00:49:32: Ja der veröffentlicht jede Woche einen R-Hart heute und in diesem R-Art heute letzte Woche war ich fasziniert von der Ableitung Ja, von Philosophen aus dem achtzehnten, zwanzigsten Jahrhundert.

00:49:52: Also Hegel Nietzsche und Fukuyama der eben schon zur Sprache kam über das Bewusstsein von Freiheit.

00:49:59: also ich kann nur allen raten das mal bei der Ludwig Erdstiftung nachzuschauen.

00:50:05: aber es war ja Dort die Rede auch davon, erst mal müssen die Leute akzeptiert sein.

00:50:10: Vom Staat sie müssen gewisse gleiche Rechte haben.

00:50:14: im zweiten Schritt sind diese gleichen Rechte nicht mehr genug.

00:50:18: bei Nietzsche war es dann eben so dass der Einzelne auch wieder eine Bedeutung braucht und Fugoyama eben dann aus der griechischen Philosophie dieses Tymos ableitet diese inneren Beweggründe.

00:50:34: Das hat mich fasziniert, weil im Grunde war das Fazit ja auch.

00:50:39: Wir müssen eine neue Geschichte den Menschen erzählen, wo wir die Freiheit als etwas Faszinierendes erleben lassen – die Menschen, wo sie sich einbringen können und selbst verwirklichen können.

00:50:54: Es ist ja interessant, da würde mich nochmal die Frage interessieren.

00:50:58: zurück zum Dalai Lama und zur Meditation.

00:51:00: Und auch zu den Wüstenvätern, die wir immer wieder zitieren, weil sie haben zu einer Zeit gelebt als die Menschen eigentlich alles hatten im Rom auf dem Höhepunkt seiner Macht, seiner Erkenntnisse, seiner Fähigkeiten Und es war nicht ausreichend, was Rom geliefert hat und die Menschen sind sozusagen nach innen gegangen.

00:51:25: Die Menschen haben dort erkannt dieses schöne Wort Akkadia da habe ich mit meiner Frau im Ausstreit kann man nicht richtig übersetzen geistige Antriebslosigkeiten anhandy das Und ist es nicht auch etwas, was wir heute haben?

00:51:38: Diese geistliche Antriebslosigkeit?

00:51:41: und müssen wir da nicht an zwei Seiten anpacken.

00:51:43: Einmal vonseiten des Staates dass es den jungen Menschen Chancen gibt uns sie fördert fordert und auf der anderen Seite auch ermutigt nach ihnen zu gehen und dort ihren Weg zu suchen.

00:51:55: Dieses hört man für meine Begriffe zu wenig.

00:51:59: und kann man darauf etwas antworten.

00:52:01: wo die menschen suchen sollen und wo sich einbringen soll

00:52:10: Mit der freiheitlichen Gesellschaft ist halt ein Problem.

00:52:13: Auf keinen Beckenförder, einem früheren Verfassungsrichter, natürlich gebrägt wird diesen berühmten Satz gesagt eine freiheitliche Gesellschaft von Voraussetzungen die sie selbst nicht schaffen kann.

00:52:26: und das bezieht sich ja darauf dass es letzten Endes diese Frage, die man philosophisch beantworten kann wie ich ein paar so Blitzlichter in den Zeilen dieses Kommentars versuchte aber aufzuregen um zu sagen darauf hinzuweisen dass vieles was wir für tagespolitisch halten eher eine frage humanistischer Betrachtung und Entwicklung ist.

00:52:49: Und das natürlich die Antwort auf einer Frage die mit der Art wie wir Menschen nun mal sind zu tun hat dann anderes als eine Antwort auf die Frage wie wir uns gerade fühlen.

00:53:00: Und ich glaube, dass demokratische Politik häufig gezwungen ist die beiden Dinge zu verwechseln.

00:53:08: Weil sie sagen nicht die Reichweite hat an Menschen wirklich etwas zu verändern wie sie sich fühlen aber schon eine Möglichkeit hat ihnen konkrete kurzfristige Bedürfnisse anzubieten und zum anderen dann auch vielleicht so befriedigen oder jedenfalls so zu tun als ob sie sich befriedigend könnte.

00:53:28: Und deshalb ist die Frage, wo stehen wir da?

00:53:31: Ein bisschen eine in der Menschen, die Führungsverantwortung haben.

00:53:35: Über Dinge nachdenken müssen über die nicht jeder einzelne Bürger jeden Tag nachdenkt.

00:53:39: Sie sind kein Volk von Philosophen und das wäre vielleicht auch wieder kompliziert.

00:53:44: Also das ist ein echtes Thema für Führungen.

00:53:50: aber es ist eben auch eine Frage, wohin kann Führung aufsetzen?

00:53:54: Und da gilt wieder, wie es sind.

00:53:55: Diese freiheitliche Welt hat auch die Freiheit sich von Dingen zu entfernen, die sehr hilfreich waren.

00:54:00: und die Debatte ob Religion, ob Glaube hilfreich ist oder nicht aus den unterschiedlichsten Gründen von Langeweile, Kirchensteuer bis unethischem Verhalten von Repräsentanten in einer modernen kommunikativen Gesellschaft immer mehr ins Weifel geraten.

00:54:21: Da gilt wieder, es ist am Ende bequemer nicht Christ zu sein sondern sozusagen ich weiß das alles von mir und die Menschen die führen müssen wissen.

00:54:32: Die wissen es nicht alles von sich sondern sie werden nur von anderen Wertmaßstäben abhängig aus denen die Sie hätten wenn sie sich so sagen einem religiösen Rahmen in der Form von Ritualisierung von Denkenhandeln und Solidarität befassen würden.

00:54:49: Und damit fertig zu werden, darauf hat die freiheitliche Politik oft nicht die richtigen Antworten.

00:54:55: Die gefährlichste Antwort ist der Populismus, die funktioniert tendenziell auch immer weil sie genau darauf abspielt den Betroffenen zu ersparen mit einem inneren Wertekonstrukt eine Gestaltungsaufgabe wahrzunehmen sondern erlaubt ihn sozusagen mit der schlichten Form von Unzufriedenheit die kein Wertekostrukt ist Eine Waffe gegen vermeintlich anderes zu bilden.

00:55:20: Das ist keine bewaffnete Waffe, sondern die Waffe der eigenen Stimme in einer Destruktion und das erleben wir von dem amerikanischen Präsidenten bis rechtsorientierten Parteien in Deutschland.

00:55:35: Die sind Waffen der Destruction.

00:55:37: Wir haben auch gar nichts anderes anzubieten aber diese Waffen des Destruktions bei Menschen, die keine alternative Grundhaltung haben aus der sich heraus etwas Positives gestalten.

00:55:48: Sondern sich eher als ein Opfer fühlen von staatlicher Gewalt, der sie sich ein Stück hingegeben haben und eigentlich gegen die vorgehen wollen, die jetzt nicht das liefern was Sie erwarten kommt eine gefährliche.

00:56:01: Kann man dagegen kurzfristig was machen?

00:56:04: Gegen da zu anderen glaube ich nein.

00:56:05: Das ist ein langer Kampf dass dazu gehört im Prinzip am Ende sich bei diesen Menschen den Respekt der Beharrlichkeit zu erarbeiten.

00:56:16: In der Sekunde, in der man versucht ihnen zu folgen hat man schon verloren weil dann passt das genau in die Logie ihres Denks und zwingt sie nicht zur Reflektion.

00:56:26: Die einzige Reflexionschance ist, die ihr sagen erstens in Klarheit zu antworten wo Klarheit geboten ist und zweit mit den eigenen Instrumenten Leistung zu erzielen.

00:56:37: Mit denen die Beteiligten am Ende nicht unzufrieden sein können.

00:56:42: Und dann damit zu sehen dass dieser Populismus ein Stück weit überflüssig absolviert wird.

00:56:49: das haben sich alle auch in der Politik nach meiner Beobachtung anders vorgestellt.

00:56:54: Wir glauben, dass es viel schneller geht.

00:56:57: Und wir leben nun im Augenblick in einer Welt, die von so vielen Unsicherheiten geprägt ist über das hinaus was eine freiheitliche Welt normalerweise an unsicherheiten hat nach Innen und Hausen.

00:57:10: Dass es sehr schwer ist dem Populismus dieser Tage das richtige Paroli zu bieten.

00:57:17: und wir müssen das versuchen zu tun ohne zu viele Abstriche oder Freiheit zu machen.

00:57:22: Und wir leben auch in einem Land, das mit dem Trauma erleben muss.

00:57:29: Das sagen unter freiheitlichen Regeln so lange zugeschaut zu haben wie andere aus dieser Freiheit die Waffe machen sie zu beseitigen und damit fertig zu werden.

00:57:37: um das eine Wertordnung zu bringen Gelingt uns nicht hinreichen, mir wahrscheinlich auch nicht hinreichend.

00:57:42: Aber ans Gesellschaft nicht hinreichen und das ist letzten Endes der Grund, warum wir unsere Probleme haben.

00:57:46: Und deshalb war mein Versuch eben zu sagen, lass uns mal hinschauen was ist da zweitausend Jahre lang passiert?

00:57:51: Und nicht, was ist im letzten Jahr passiert?

00:57:53: Wir müssen jedenfalls beide Perspektiven haben.

00:57:56: Wichtig ist es auch – das sind wir vielleicht beim Führungsdialog lieber Lukas – dass wir das auch praktisch umsetzen.

00:58:02: Unternehmertum wo wir ja jetzt diese gemeinsamen Seminare haben zwischen Ludwig Erdstiftung und Akademie Und Wirtschaftsrat läuft ja auch darauf hinaus, dass der Einzelne sich als kreativ begreifte etwas leisten kann.

00:58:17: Der etwas verändern kann – ich glaube das ist auch ganz wichtig!

00:58:21: Ich glaube da haben die Unternehmen eine große Rolle und im Führungsdialog werden wir es auch zur Sprache bringen.

00:58:26: Es kommt jedenfalls immer wieder ansatzweise zu Sprachen und vielleicht sollte man die politische Verantwortung der Unternehmen ein Beispiel für die Gesellschaft stärker betonen.

00:58:37: Ja und das kommt ja in dem Zusammenhang genau auf die Frage an, die wir hier schon indirekt sehr lange diskutieren.

00:58:42: Nämlich was leitet mich eigentlich wenn ich leite?

00:58:45: Was führt mich, wenn ich führe?

00:58:47: Und gerade in Situationen, in denen es keine klaren Antworten gibt dann braucht man einen Fundament.

00:58:53: Die Frage von Norbert Walter der Standardvortrag –was leitet sich wenn ich Leite?

00:58:57: Das haben wir aufgenommen auch zehn Jahre nachdem er nicht mehr unter uns ist

00:59:01: leider bevor wir schon zum Schluss der Sendung kommen.

00:59:05: Leider, weil ich habe das sehr genossen auch ihnen zuzuhören würde mich nicht so trotz noch interessieren wie ist denn ihre Einschätzung in der derzeitigen Situation?

00:59:13: Macht die Bundesregierung genug?

00:59:16: was könnte man besser machen?

00:59:18: jetzt gar nicht mehr so in die inhärtliche Diskussion reingeben aber gerade mit dem Umgang auch Öffentlichkeit dass Mitnehmen der Menschen auch das was sie gerade so anspeziert haben da vielleicht ein Bezug nehmen

00:59:34: zu.

00:59:35: in Deutschland ist, dass eine Mehrheit gegen Kräfte die sich politisch auf der rechten Seite gesammelt haben.

00:59:44: Die sich ja im Wesentlichen neben der Tatsache das sie Putinah sind vielleicht sogar mehr als nur putinah und damit in der aktuellen geopolitischen Debatte einer Rolle spielen nicht teilen kann.

00:59:58: Ist der Hauptpunkt der ja eine Frage des Menschenbildes.

01:00:04: Wir Christen sind sehr angeschult, in jedem uns gegenüber einen gottgleichen Menschen zu sehen und ihn deshalb zu respektieren.

01:00:12: Und die AfD hier in Deutschland mit ihrem Remigration und ihrem Staatsbürgerschaftsfragen, in denen ich ja nicht als jemand bekannt bin der rein internationalistisch denkt.

01:00:24: aber eben ich akzeptiere nicht dass Menschen in Klassen eingeteilt werden in schwarze und weiße Ausländer und deutsche Abgrenzung gemacht, wenn die zu Feindschaft führen müssen und was sie auch führen.

01:00:37: Es sind dann nämlich der, der anders ist als ich selbst.

01:00:41: also wie Herr Höcke sagen würde kein Autochtoner Deutscher im Begriff den ich eher aus dem Weimbau kenne aber denn er eben in dieser Inhumanität auf unsere Gesellschaft übersetzt dann entsteht aus im wesentlichen Abneigung, Feindenschaft und Gewalt Und das ist der Grund, warum das was in der AfD geschieht diese Gesellschaft zerstören kann wenn man eben nachgibt.

01:01:05: Wenn man dieser Meinung aber ist dann kommt man relativ schnell dazu dass die anderen zusammenhalten müssen.

01:01:10: und das bedeutet jetzt konkret als SPD uns CDU oder CDU CSU in einer Regierung sind obwohl in den alten randführungszeichen idealen Welten der deutschen Demokratie die Wähler immer sagen wollten ob der oder der Kanzler wird.

01:01:24: oder also es waren die beiden Alternativen Und sie sind inhaltlich, in vielen Fragen Antagonisten.

01:01:29: Sie sind wirklich unterschiedlicher Meinung.

01:01:31: Das haben deutsche Medien aus Bequemlichkeit darüber nicht schreiben zu müssen über viele Jahre negiert.

01:01:36: aber es gibt fundamentale Unterschiede zwischen diesen beiden Parteien die es ihnen sehr schwer macht auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.

01:01:44: was ist wenn man in den Zug einsteigt und zu zwei verschiedenen Bahnhöfen will?

01:01:48: dann gibts irgendwann Ärger und im besten oder schlimmsten Fall bleibt der Zug stehen Und wir sind in einer solchen Situation.

01:01:56: Wir sind eine Situation, dass diese Regierung nicht so schnell vorangehen kann wie jeder einzelne will.

01:02:03: aber jeder einzelnen der will das ihr vorangeht will keinesfalls dass sie gleich Richtung gehen sondern die Unzufriedenheit von zwei Gruppen die beide wollen dass es schneller geht führen dazu dass eigentlich am Ende alle frustriert sind.

01:02:16: ich glaube trotzdem dass dieser Regierung im Prinzip den richtigen Kurs hat auch Menschen wie der Bundeskanzler, die wissen was sie da tun und die Verantwortung dafür übernehmen können.

01:02:26: Und denen man vertrauen kann.

01:02:28: Trotzdem sehe ich das sozusagen... Die düsteren Wolken schneller und besser gesehen werden als die Lichtschreifen am Horizont.

01:02:39: Das führt zu Wahlverhalten, dass Schwierigkeiten macht.

01:02:42: Nun ist es wie mit den Wolken.

01:02:43: wenn man jetzt daraus den Schluss zieht, dass man alles ändern müsste weil da Wolken sind, dann verkennt man dass die Wolken gehen und der Horizont bleibt.

01:02:56: Also diese Fragestellung über Grundsätze und Prinzipien in der Politik zu agieren ist natürlich für handelende Politiker in solchen Situationen sehr schwierig.

01:03:04: Die richtige Antwort ist wahrscheinlich nur dann, wenn sie da so stehen bleiben muss.

01:03:08: Sie denn jetzt stehen und stehen auch in einem Kompromiss also in Schritten die kürzer sind als die Schritte, die sich eigentlich gehen wollen?

01:03:15: Dann sind diese Schritte immer noch in die richtiger Richtung besser als im Chaos das zu haben.

01:03:20: Und das Chaos wie es die Arschfeinigkeit, dass die Populisten gewinnen viel größer als wenn man bei allen Schwierigkeiten und Herausforderungen und Widerständen versucht den Weg des wirkliches Großen, aber doch in Wahrheit nicht besonders großen Schritte in die richtige Richtung weiterzugehen.

01:03:37: Das ist nicht einfach weil es auch ganz viele Menschen gibt, die sagen egal wie er in die richtige Richtung geht ihr geht so langsam.

01:03:43: und das auch nicht nur ganz Unrichtiges.

01:03:46: ja wir vertun auch Chancen bei.

01:03:47: wir soll langsam gehen Aber eine freiheitliche Gesellschaft hat auch das Recht Chancens zu vertun Und wir müssen immer noch überlegen wie wir zusammenleben wollen und man darf nicht alles aufgeben Weil man glaubt, dann hätte man an einer kurzfristigen Stelle die Wolke ein Stück verschoben.

01:04:04: Aber in Wahrheit im Blick auf den Horizont verloren.

01:04:08: Jetzt kommt sicher das Schlusswort aber ich muss einfach nochmal zur Meditation kommen.

01:04:11: wir sagen den Leuten immer die Gedanken kommen wie die Wolken am Himmel aber man musste sich auch verziehen lassen oder muss sie auch weg ziehen lassen und Sie werden wegziehen.

01:04:21: also ein bisschen mehr Gelassenheit ist vielleicht angesagt.

01:04:24: Das ist schon der Übergang zu letzten Frage von mir.

01:04:28: Entschuldigung, wo liegen denn Ihrer Meinung nach die Chancen derzeit?

01:04:33: Zeit in den verrückten Zeiten, in denen wir liegen weltweit.

01:04:35: Wo liegen denn da die Chance und da vielleicht zum Abschluss noch den optimistischen, den Ergebnisoptimistischen aus Klang zu finden?

01:04:48: Also wenn man Platon nachließt sieht man das er der Meinung war dass das Land in einer großen Krise war.

01:04:53: Wenn sich die Debatten der alten großen griechischen Städte wie sie Kriege ineinander geführt haben Wenn man sich betrachtet, wo der Mittelpunkt der Welt zwischen Mesopotamien und den anderen Plätzen in den leider Gottesheutekrieg geführt wird wie Iran, Irak oder Melak dann wird man verstehen dass Menschen subjektiv wahrscheinlich in den meisten Teilen der Menschheitsgeschichte der Meinung waren.

01:05:16: Jedenfalls solange sie in Völkern und großen Städten zusammengelebt haben mit das sie gerade in einer sehr schwierigen Krise sind.

01:05:24: Man unterscheidet sich nicht.

01:05:25: Das macht es Sinn auch zu erkennen, dass die Summe all dieser Krisen zu einem sehr vielen menschlichen Leben geführt hat.

01:05:34: Fast zehn Milliarden statt acht Millionen sterben nicht mal ein Zündel der Kinder, die früher bei einer Gewurt gestorben sind.

01:05:41: Hier leben Menschen unter guten medizinischen bildungsmäßigen reststaatlichen infrastrukturellen Verhältnissen.

01:05:47: Wir können rund um die Welt reisen.

01:05:49: wir sehen in Echtzeit was alle Menschen auf der Welt an anderer Stelle tun egal ob es in der Wüste oder in der Großstadt den Südafrika in Südamerika oder jedenfalls in den meisten Teilen Asiens ist.

01:06:05: Also uns geht es nicht so schlecht und deshalb glaube ich, dass wir auch sehr gute Chancen haben die nächsten Schritte zu gehen.

01:06:14: Wir sind sehr engagiert gewesen in dem Niederreisen aller Grenzen.

01:06:19: Wir haben gemerkt, dass es damit sehr viele Gewinner und Verlierer dieser veränderten Welt gibt.

01:06:23: Und in den demokratischen Gesellschaften jedenfalls ziehen wir gerade die Grenzen wieder ein wenig höher.

01:06:29: das muss man nicht gut finden aber das ist der Schutz der Beruhigung der Menschen nach allem was wir wissen.

01:06:36: wie kann man davon ausgehen?

01:06:37: diese Grenzen werden wenn eine gewisse Stabilität erreicht ist auch wieder weniger werden weil alle etwas davon haben.

01:06:43: Wir sind eine Menschheit, die stärker zusammenwächst.

01:06:46: Trotz aller Kriege und auseinandersetzungen.

01:06:49: Und wir sind technologisch auf einem Weg ... Eine Welt zu formen, die uns erträgt.

01:06:59: Ich glaube das muss klar sein der Umweltpolitik macht und alles andere bis zur Frage in welcher Zeit ... folge in der großen historie leben eigentlich.

01:07:13: wir versuchen zehn milliarden menschen am leben zu erhalten die der planet eigentlich nicht erträgt ohne dem planeten dabei so zu verletzen dass er uns sozusagen der lebenschancen nimmt.

01:07:27: und das geht nur mit technik.

01:07:29: wir sind die zehn miljonen Milliarden geworden weil wer fortschritte hatten im wissen im denken und deshalb die nächste stufe bedeutet das lebt bar zu machen ist eine Frage sozusagen schnell genug zu sein, an die Entwicklung so zu formen das was Emissionen Landschaftsvertrag Wasserverbrauch Krankheiten die durch die Zivilisation entstehen mit so zu beherrschen dass ein positives Ganzes auch im nächsten Jahrhundert sein kann.

01:07:56: Ich glaube dass es möglich.

01:07:57: wir haben alle Vorhaussetzungen dafür und freiheitliche Länder werden dabei auch erfolgreicher sein weil sie schneller Lösungen haben solange Sie sich freiheitlich organisieren.

01:08:06: Und deshalb, wenn man sich über die nächsten Generationen von Kindern und Enkeln bedenkt wie ein Großvater das tun darf und tun muss heute in meiner Lage dann bin ich optimistisch.

01:08:18: Ich weiß aber dass wir sehr schwierige Jahre vor uns haben und ich möchte, dass wir diese schwierigen Jahre so gut wie möglich überstehen mit all den Herausforderungen stehen weil Am Ende der Entwicklung steht eine bessere Welt mit größerem Wohlstand, mit größerer Freiheit als wir sie heute auf der Welt haben und nicht mit dem Gegenteil.

01:08:37: Und dafür könnte auch einer nächsten Generation motiviert werden so einzutreten dass Sie an diesem Gestaltung Pfeil nehmen wie wir das konnten und unser Eltern das konnten.

01:08:48: Eine sehr schöne Brücke die Sie gebaut haben schon der alte Zitzero da habe ich ein Plakat bei mir im Büro hat schon über die Steuerlast und die Altersarmut und dergleichen philosophiert uns sich beschwert.

01:09:00: Lieber Lukas, lieber Markus.

01:09:02: Vielen Dank dass ihr hier mit moderiert habt und wer Sie Herr Koch noch mal näher kennenlernen möchte, möchte ich darauf verweisen.

01:09:11: wir haben die Ehre mit Ihnen.

01:09:12: im November sind sie der Einladung der Akademie Kloster Eberbach gefolgt.

01:09:17: da werden wir ein Dinner mit ihnen gemeinsam haben.

01:09:20: Da sind noch ein paar freie Plätze frei Lukas.

01:09:22: soweit.

01:09:22: Ich weiß also Wer es bis dahin nicht aushalten kann, ich kann wirklich nur den Newsletter.

01:09:28: Den du Markus gerade erwähnt hattest nochmal empfehlen und mich bei Ihnen persönlich herzlich bedanken für die Möglichkeit mit Ihnen mal eine Stunde ungestört zu reden in Lauschen zu dürfen.

01:09:36: Ich würde mich wirklich freuen wenn wir das vielleicht unregelmäßig regelmäßig hinbekemen.

01:09:41: Alles Gute für Sie

01:09:42: Dankeschön.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.