Wochenimpuls "Ich kann hupen, so lange ich will..." von Marcus M. Lübbering – 21.09.–27.09.2026
Shownotes
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Was Sie in dieser Folge erwartet
Was passiert eigentlich, wenn man das Meditieren wie ein Werkzeug behandelt — einsetzen, wirken lassen, weglegen? Marcus M. Lübbering nimmt sich in diesem Wochenimpuls ein einziges Wort vor: Technik. Und er zeigt, wie viel Ungeduld in diesem Wort steckt.
Der Weg führt weit zurück. Johannes Cassianus hat überliefert, wie die Wüstenväter beteten: mit einer Formel, immer derselben. John Main, der Wegbereiter der Weltgemeinschaft für christliche Meditation, hat daran erinnert, dass eine Technik immer auf ein Ergebnis zielt — und dass genau das der Meditation fremd ist. Laurence Freeman, der die Weltgemeinschaft heute leitet, unterscheidet deshalb zwischen dem Mantra als Kontrolle und dem Mantra als Disziplin: als einem Sich-Bereitmachen.
Dass ausgerechnet ein Ökonom das sagt, der jahrelang eine Abteilung für Planung und Controlling geleitet hat, gibt der Sache ihre eigene Note. Marcus M. Lübbering erzählt davon — und von einem Buch aus dem Jahr 1986, über das er gestolpert ist: Neil McKentys Biografie über John Main. Darin steht ein Satz über das Ziel des Mantras, der auf den ersten Blick wie ein Widerspruch klingt und auf den zweiten alles erklärt. Drei Worte, das ist alles.
Sebastian Labonte hält dagegen, was er kennt: fünfzehn Jahre Yoga und Meditation, Retreats, bei denen es am Ende doch nur um Selbstoptimierung geht, und die Erfahrung, immer wieder zu erschrecken, wie weit man am Anfang noch steht. Aus dieser Spannung entsteht das eigentliche Gespräch — über Erwartungshaltung, über Frustration, über die Frage, was denn ist, wenn nach einem halben Jahr Meditation schlicht nichts passiert.
Am Ende steht kein Rezept, sondern ein Bild, an das man sich morgen im Auto erinnern kann. Und ein Gedanke, der weit über die Stille hinausgeht: dass Transformation zuerst nach innen gehört, bevor man sie von einem Staat oder einer Gesellschaft erwartet.
„Wir sind ja sehr ungeduldig. Wir wollen was erreichen, wir wollen die Pille einschmeißen, dann wollen wir gesund werden." — Marcus M. Lübbering
„Ich war ja mal Leiter der Abteilung Planung und Controlling in der Staatskanzlei. Da habe ich immer gesagt, es ist eigentlich verrückt, einem Menschen, der eigentlich an Tieferes glaubt, so etwas anzuvertrauen." — Marcus M. Lübbering
„Man kann sich aufregen, man kann schreien, man kann sich wehtun, wenn man ins Lenkrad haut — es bringt nichts. Die Ampel bleibt rot." — Sebastian Labonte
Kapitelmarken
00:00 — Begrüßung: der Wochenimpuls am Sonntag
00:30 — Marcus' Woche: Kontakt zum spirituellen Zentrum des Bistums Limburg in Frankfurt
01:53 — Eine Ergänzung aus christlicher Sicht
02:40 — Johannes Cassianus und die Wüstenväter: mit einer Formel beten
03:29 — John Main: warum das Wort „Technik" Ungeduld verrät
05:23 — Die Urgrundhaltung: sich überlassen, ohne zu verzwecken
05:55 — Laurence Freeman: Mantra als Kontrolle oder als Disziplin
06:51 — Planung und Controlling in der Staatskanzlei
07:26 — Ein Buch von 1986: „In the Stillness Dancing"
07:53 — „Drei Worte, das ist alles"
08:36 — Das Mantra als Stimmgabel zwischen Bewusstem und Unbewusstem
09:37 — Die rote Ampel, die vom Hupen nichts hält
10:21 — Fünfzehn Jahre Yoga — und der Optimierungsdruck bis in die Stille
11:42 — Erwartung, Frustration und was die Wissenschaft verspricht
13:55 — Was man an einer roten Ampel stattdessen tun kann
15:11 — Peter Sedlmeier: Wir wissen viel, aber nicht, warum
15:49 — „No attachment" — eine Erinnerung aus Indien
16:36 — Transformation ist etwas Inneres — mit Roland Koch gedacht
18:15 — Ausblick: Dr. Dr. Hardy Ostry am 22. September
20:10 — Schlusswort: Dem Klang lauschen
Im Gespräch erwähnt
- Johannes Cassianus — überliefert, wie die Wüstenväter mit einer immer gleichen Formel beteten; für Marcus M. Lübbering der Ausgangspunkt des Impulses.
- Ruhegebet der Wüstenväter — die frühchristliche Gebetsform, aus der die Praxis des einen Wortes hervorgeht.
- John Main — Wegbereiter der Weltgemeinschaft für christliche Meditation; von ihm stammt der Hinweis, dass im Wort „Technik" Ungeduld mitschwingt.
- Laurence Freeman — heutiger Leiter der Weltgemeinschaft; unterscheidet das Mantra als Kontrolle vom Mantra als Disziplin.
- Weltgemeinschaft für christliche Meditation (WCCM) — die Gemeinschaft, in deren Tradition die Meditationen der Academie stehen.
- Neil McKenty — Autor der 1986 erschienenen Biografie „In the Stillness Dancing. The Journey of John Main", aus der Marcus M. Lübbering ausführlich zitiert.
- Maranatha — das aramäische Gebetswort, das in der Folge als Beispiel für ein Mantra dient.
- Ulrich Ott — Meditationsforscher am Bender Institute of Neuroimaging in Gießen; Thema der vorangegangenen Folge und angekündigter Gast eines längeren Gesprächs.
- Peter Sedlmeier — Psychologe an der TU Chemnitz; von ihm stammt der zitierte Satz, dass wir viel über Meditation wissen, aber nicht, warum sie wirkt.
- Roland Koch — früherer Gast des Podcasts; sein Satz über die Rolle der Zufälle führt zum Gedanken der inneren Transformation.
- Soziale Marktwirtschaft — Marcus M. Lübbering sieht in ihr denselben Grundglauben: Rahmen setzen, statt das Ergebnis vorzugeben.
- Fachzentrum Spiritualität des Bistums Limburg (frei:raum), Frankfurt — das neue spirituelle Zentrum, mit dem die Academie Kontakt aufgenommen hat; für 2027 ist ein gemeinsamer Tag „Weisheiten aus der Wüste" im Gespräch.
- Dr. Dr. Hardy Ostry — Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in den USA; er spricht am 22. September über Religion, Glaube und Gesellschaft.
- Konrad-Adenauer-Stiftung — die Stiftung, für die Dr. Hardy Ostry in Washington arbeitet.
- Academie IM AUSTAUSCH am 22. September, 18 Uhr — die in der Folge angekündigte Veranstaltung mit Dr. Hardy Ostry.
- Meditationsangebote der Academie Kloster Eberbach — die öffentlichen Meditationen, auf die Marcus M. Lübbering zu Beginn verweist.
- Wochenimpuls „Die Meditation ist mächtiger, als bisher bekannt" — die Folge der Vorwoche über die wissenschaftliche Sicht auf die Meditation.
- „In the Stillness Dancing. The Journey of John Main" (1986) — das Buch, aus dem zitiert wird; bewusst ohne Link, da sich keine Verlagsseite als Primärquelle bestätigen ließ.
- „Om tat sat" — die Sanskrit-Formel, mit der Marcus M. Lübbering seinen Impuls beschließt; ohne Link, weil keine belastbare Primärquelle geprüft wurde.
Über die Academie Kloster Eberbach
Die Academie Kloster Eberbach ist eine Gemeinschaft von Menschen und Einrichtungen, die christlichen Glauben und die daraus folgenden Werte in den Alltag übersetzen wollen. Ihre Arbeit ruht auf drei Säulen: Kontemplation und Meditation, Führung und Werte, Spiritualität und Gesellschaft. Zuhause ist sie im Kloster Eberbach im Rheingau.
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00:00:00: Herzlich willkommen, liebe Zuhörerinnen und liebe ZUHörer.
00:00:03: Es ist wieder eine neue Woche die uns allen bevorsteht und damit wir alle schön in diese Staaten können spenden wir wie gewohnt jeden Sonntag mittlerweile einen Wochenimpuls der von dir formuliert und hier zum besten gegeben wird.
00:00:19: lieber Markus herzlich Willkommen
00:00:22: Dankeschön!
00:00:23: Und wir versuchen es mal wieder.
00:00:26: Wie war deine vergangene Woche?
00:00:30: Ja, begleitet von Meditation.
00:00:33: Wir haben ein paar Termine gehabt jetzt schon aufs nächste Jahr hinaus blickend.
00:00:39: Unter anderem gibt es jetzt ein spirituelles Zentrum von Bistum Limburg in Frankfurt.
00:00:45: Da haben wir natürlich mal Kontakt aufgenommen, die sind sehr offen, suchen gemeinsame Verbindung und wir haben gesagt vielleicht machen wir mit einem der Referenten dort einen Tag Weisheiten aus der Wüste im nächsten Jahr zusammen.
00:00:58: aber das ist Zukunftsmusik also Präsenz des gegenwärtigen Moments in der Meditation.
00:01:05: Wir haben unsere Meditationen angeboten auch öffentlich, die sind ja einsehbar auf unserer Homepage und ich glaube auch hier Und wir haben auch in die Zukunft geblickt.
00:01:16: aber das Wesentliche ist dem her und jetzt sein wie auch genau Jetzt für diesen Podcast.
00:01:21: hoffentlich sind wir präsent genug um etwas rüberzubringen
00:01:24: Das sind wir bestimmt.
00:01:26: Ja dann kommen wir doch gerade recht jetzt drüber zu den Impuls was hast du denn für diese Woche?
00:01:31: uns mitzugeben.
00:01:36: Wir hatten letzte Woche das Gespräch über wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Meditation und wie sie genutzt werden können, oder ich.
00:01:44: dort haben wir zitiert und wir sind ja auch mit ihm sehr gut in Kontakt er wird aber auch bald in einem längeren Podcast Rede und Antwort zu stehen.
00:01:53: In dieser Woche möchte ich eine Ergänzung aus pristlicher Sicht machen denn Religion und Glaube in allen Kulturkreisen die Grundlage meditativer Praxis.
00:02:04: Also auch, wenn man es eben säkular macht und für einen Zweck tut und etwas erreichen will eher vordergründig aber legitim natürlich dann muss man wissen Es kommt auch aus einer tieferen Basis.
00:02:18: Und wenn die Meditation heute teilweise eben so säkulär praktiziert wird Dann kann die Rückkopplung zu den Wurzeln sehr hilfreich sein und eröffnet uns oft von Nutzen denken und Zweckdenkenden lebensweise eine tiefer Dimension.
00:02:34: Und der sollte man sich nicht verschließen, da sollte man jedenfalls ab und an mal eine Chance geben.
00:02:41: Also es ist so, dass auch Johannes Kassian, der uns berichtet hat wie die Wüstenväter meditiert haben sagt das diese Empfohlen haben mit einer Formel zu bieten.
00:02:56: Also Formular heißt das da eben Lateinisch und auch im Englischen wird es übersetzt Und das kann man heute leicht so missverstehen, dass es ein Hinweis ist, dass die köstliche Meditation in der nur das eine Wort oder Mantra als Gegenstand von Aufmerksamkeit innerlich gesprochen und wiederholt wird.
00:03:15: Nur eben eine von vielen Techniken ist, die man bei Meditieren verfolgen kann.
00:03:21: Und dann probiert man mal wieder eine andere und, aber das wäre aus meiner Sicht eine verkürzte Denkweise.
00:03:29: Also bereits der Wegbereiter der Weltgemeinschaft für christliche Meditation, John Mayn.
00:03:34: Der hat darauf hingewiesen dass der Ausdrucktechnik für die Anwendung das Mantra und den Umgang damit auf eine gewisse Ungeduld-Hinweise.
00:03:46: Wir sind ja sehr ungeduldig, wir wollen was erreichen!
00:03:48: Wir wollen die Pille einschmeißen dann wollen wir gesund werden.
00:03:51: Und wir denken auch viele Leute in dem Burnout haben ich muss doch etwas haben um mich davor zu retten oder noch tiefer reinzugeraten.
00:03:58: nein wir brauchen Geduld.
00:04:00: Er sagt diese Unbeduld, die aus dem Wort Technik spricht und ich setze etwas ein um etwas zu erreichen.
00:04:06: Die sollten wir ablegen.
00:04:08: Also er sagt eine Technik wird benutzt um mehr was zu erreichen.
00:04:11: am besten möglichst wenig Aufwand wollen wir dabei haben und am besten noch innerhalb einer gewünschten Zeit ne?
00:04:17: Die Ökonomen mit möglichst wenig Einsatz einen bestimmten Input oder mit einem bestimmten input möglichst wenig Output zu erreichen.
00:04:28: Ich bin ja ökonom, aber das ist nicht die Denkweise bei der Meditation.
00:04:33: Jedenfalls nicht im christlichen Sinne!
00:04:37: Die Meditation ist da ein Weg wie wir uns einer größeren Wirklichkeit – religiös gesprochen natürlich – der Gegenwort Gottes in und um uns öffnen können.
00:04:46: Und eine Technik so drückte es John Main aus Da zitiere ich Ihnen, die zielt darauf ab Dinge entsprechend unserem Verlangen nach Gott zu verwirklichen.
00:04:56: Gott zu besitzen ein verlangen das sich innerhalb der Grenzen unseres Zeitbewusstseins abspielt.
00:05:02: also wir machen Gott wohl in unsere menschliche Dimension hinein Aber es geht tiefer.
00:05:08: Und John Mann sagt weiter, es handelt sich also um eine Methode zum nützlichen Gebrauch die so lange angewandt wird bis die gewünschte Wirkung erzielt wird und die dann aufgegeben oder wieder aufgegriffen wird wenn wir mehr davon wollen oder weniger davon wollen.
00:05:23: Also dieses sich in den Dienst der Sache stellen und sich ganz einer Sache überlassen, dem Mantra überlassen und offen sein ohne dass wir etwas verzwecken wollen, ohne das wir in einer bestimmten Zeit etwas erreichen wollen – das ist an sich die Urgrundhaltung der Meditation!
00:05:41: Ich verstehe ja wenn viele Leute in acht Wochen Kurs machen und sagen ich will mal sehen wie das funktioniert?
00:05:45: Ich will mal einen Notdruck sehen alles verständlich aber wenn wir tiefer gehen wollen dann kommen wir tatsächlich in eine tiefer über den Körper hinausweisende Dimension.
00:05:55: Lawrence Freeman, der heutige Leiter der Weltgemeinschaft, unterscheidet zwischen dem Mantra als Technik im Sinne von Kontrolle – ich setze das eben ein um etwas in einer bestimmten Zeit zu erreichen und auf der anderen Seite dem Mantras als Disziplin im Sinne sich bereit machen, sich öffnen.
00:06:14: Wir haben mit dieses Wort Maranatha.
00:06:16: Das heißt, komm her!
00:06:17: Das ist ein Zeichen von dem sich öffnen.
00:06:20: Wer ein anderes Wort hat soll dabei bleiben.
00:06:22: also das ist keine generelle Regel für alle sondern wir sagen einfach wir teilen die Art der Meditation wie wir sie selber machen mit anderen und wenn wir diese sich öffen als Grundhaltung der Meditation verstehen dann ist es eben etwas anders wenn ich sage Ich will über die Meditation etwas erreichen und Lawrence Freeman sagt in der meditation Techniken auszuprobieren auf ein Status eines Werkzeugs herabzustufen, die Meditation.
00:06:47: Die unserem Wunsch nach Besitz und Kontrolle
00:06:50: dient.".
00:06:51: Ich war ja mal Leiter der Abteilung Planungen und Controlling in der Staatskanzlei.
00:06:56: Da habe ich immer gesagt es ist eigentlich verrückt einem Menschen, der eigentlich an Tiefers glaubt so etwas an zu vertrauen.
00:07:06: natürlich brauchen wir auch im menschlichen Sinne Controlling Und wir müssen sehen ob Prozesse funktionieren und all das.
00:07:12: Aber wir müssen uns am Ende fragen, warum wir es machen.
00:07:15: Und dann kommen wir schon in diese tieferen Meditation rein die letztlich auch Religion eröffnen will.
00:07:21: Religion ist ja immer das Wort heißt der Rückbindung zur Basis.
00:07:26: Ich bin jetzt über ein Buch gestolpert dass schon aus dem Jahr neunzehntausend achtzig veröffentlicht worden ist von Neil McKenty.
00:07:32: In The Stillness Dancing heißt es Es geht um das Leben von John Mayn Und er schreibt dazu wunderbar zur Meditation folgendes.
00:07:43: Ich zitiere ihn, im Wesentlichen sagt der besteht das Hauptziel des fortwährend wiederholten Mantras darin es ununterbrochten zu wiederholen.
00:07:53: Also das ist Plasenpleonasmus also weißer Schimmel.
00:07:56: also wir kommen rein um in einen Rhythmus zu kommen und dann sagt er weiter Und wenn möglich, seinem Klang zu lauschen.
00:08:03: Also es wird immer mehr von einem sprechen, inneren Sprechen zu einem hören und dann sagt er den schönen Satz drei Worte das ist alles.
00:08:10: also Ergebnis offen einfach drin bleiben.
00:08:13: und dann spricht der noch von einem sekundären Ziel dass bestehe darin die Aufmerksamkeit von sich selbst wegzunehmen und sich ganz für das wirken Gottes wie erst an im religiösen Kontext sagt zu öffnen dass auf einer göttlichen normalerweise unbewussten Ebene stattfindet, über die der Meditierende keine Kontrolle hat, der er sich nicht einmal bewusst ist.
00:08:36: Also das heißt da über den Rhythmus des Mantra kommen wir in ein Hören dann eröffnen wir im Grunde der Dimensionen des Unbewusten eine Tür und die wird auch unser Bewusstsein prägen.
00:08:51: Er hat auch so schön gesagt, Neil Merkennen an einer anderen Stelle das Mantra schwingt wie eine Stimmgabel zwischen der bewussten und der unbewussten Psyche mit.
00:09:01: Und öffnet in gewissem Maße das Bewusstsein für das Unbewuste.
00:09:07: Unbewusste öffnen.
00:09:09: Im Religiösen ist es das Görtliche oder der Geist Gottes, der für uns betet im kristlichen Sinne und der strahlt aus in das Bewusste was wir tun und denken und was wir erleben.
00:09:22: aber auch da ist es eben dann wieder wichtig von uns weg zu gehen und sagen Wir stellen uns in den Dienst für das Leben, für andere.
00:09:30: Und wir gucken nicht dass wir uns optimieren.
00:09:32: Das ist ja auch eine Fehlinterpretation von Meditation.
00:09:36: in diesem Sinne also und er macht am Ende einen wunderbaren Vergleich.
00:09:41: Er sagt ebenso wie ein ungeduldiger Autofahrer die Farbe der Ampel durch sein Open nicht ändern kann So wird ein Meditierender vergeblich versuchen, das Wirken Gottes mithilfe der Technik eines immer wieder neu einzusetzenden Mantra zu beeinflussen.
00:09:58: Das ist doch wunderschön!
00:09:59: Wir können viele Sachen nur annehmen wir können uns öffnen und sehen was geschieht.
00:10:04: Wir können natürlich auch daraus rationale Schlüsse ziehen aber erstmal ist es wichtig dass wir uns erfüllen lassen von einem Geist der dann zu sinnvollem Handeln Und arbeiten und zu einem sinnvollen Miteinander uns antreibt.
00:10:21: Also normalerweise müsste ich jetzt nachfragen, um das alles ein bisschen verständlicher zu machen – auch für mich letzten Endes!
00:10:28: Aber mit diesem letzten Beispiel was will man denn da noch erklären?
00:10:32: Das ist ja schon so treffend mit der Ampel... Man kann sich aufregen, man kann schreien, man weiß weh tun.
00:10:39: gehen wir ins Lenkrad haut….
00:10:40: Es bringt nichts.
00:10:42: Die Ampel bleibt rot wie es vorher eingestellt ist.
00:10:48: Leider Gottes immer wieder war, also ich bin in dem ganzen Yoga- und Meditationsspiel jetzt schon seit fünfzehn Jahren bestimmt drin.
00:10:59: Aber man hat immer wieder Retreats oder Zusammenkünfte von Menschen wo man klar erkennen kann es geht hier nur und mehr oder weniger einzig allein um Optimierung und Selbstoptimierung und zwar im Äußeren und gar nicht so im Inneren.
00:11:12: aber aus diesem Druck heraus oder diesen Druck nimmt man dann auch mit ins innere und wartet dann quasi drauf, mit einer Erwartungshaltung auch an die Meditation.
00:11:23: Im Yoga im Gymnastik oder was auch immer im Sport im Allgemeinen in anderen vielen Lebensbereichen wenn man viel macht ist es die Regel dass man dann relativ schnell und gut vorankommt.
00:11:33: bei der Meditation ist das letzten Endes glaube ich aus so.
00:11:37: aber man ist glaube ich weiß nicht wie's dir geht immer wieder erschrocken wie weit man am Anfang noch steht.
00:11:44: Ja, es ist genau der Punkt.
00:11:46: Das hast du jetzt wunderschön beschrieben.
00:11:49: Die Erwartungshaltung ist eben da und das ist ja auch verständlich dass ich etwas erreichen will und ich muss ja auch wenn ich mitliege ein Grund haben zu meditieren und sich möglichst wenig festzulegen, was ich erreichen will.
00:12:04: Ich probiere es mal, ich öffne
00:12:06: mich.".
00:12:06: Und das ist eben natürlich dieser wunderbare Zugang von wenn ich aus einem religiösen Kontext heraus meditiere oder den zumindest nicht ausschließe dass etwas passieren kann was tiefer ist als das was ich vordergründig erwartet.
00:12:24: Was du beschrieben hast, ist natürlich genau der Punkt.
00:12:27: Es führt auch auf zur Frustration wenn ich erwachtungen habe Wenn Ihnen einer bestimmten Zeit etwas passieren sollte, muss oder auch die Wissenschaft sagt ja ich meine Ulrich Ortslacht wäre regelmäßig nahe bis Jahr meditiert morgens und abends.
00:12:40: Da muss etwas passieren, muss.
00:12:42: in Anführungszeichen jetzt das ist natürlich statistische Werte hat man festgestellt.
00:12:48: was ist denn wenn nichts passiert?
00:12:50: Ja dann sind die Leute frustrieren sagen nicht mal meditieren und da in Stille sitzen kann ich es hat kein Ergebnis.
00:12:56: Nein, die Grundidee ist sich zu öffnen.
00:13:00: Die Zeit zu schenken.
00:13:01: letztlich fällt das wahrscheinlich auch schwerer wenn man es in einem religiösen Kontext macht.
00:13:07: Wenn man sagt ich stelle mich in Perspektive, ich öffne mich Gott oder einem höheren Wesen oder wie immer man jetzt Religion definiert Oder man kann es auch philosophisch machen.
00:13:19: Ich versuche mich diesen Prinzip, das die Welt zusammenhält zu öffnen.
00:13:24: und dann aber nicht erkennen ist dazu gewinnen wie ich daraus ziehe sondern dass es mein Handeln bestimmt und durchdringt und dass ich Dinge die mir im Leben wieder fahren anders interpretiere wie die rote Ampel.
00:13:39: Es ist was ganz Praktisches, das du eben gesagt hast.
00:13:41: Ich kann nur lange rufen wie ich will die Ampel wird nicht rot und ich kann mich aufregen!
00:13:45: Das ist dann der Umgang mit den Sachen.
00:13:48: Das heißt nicht mehr wie reagiere ich denn vor der Roten Ampel?
00:13:51: Und wie reguliere ich meinen Blutdruck sondern vielleicht frage ich mich schlicht und einfach vor der Ampel.
00:13:58: ich stehe jetzt hier mir geht es Gott sei Dank gut.
00:14:01: Ich fahre zu einem Termin vielleicht überlege ich auch noch wo ich hinfahre.
00:14:06: also viele Leute sind ja so gehetzt dass die überhaupt mehr wissen, was sie in ihren Terminen erreichen wollen.
00:14:11: Wenn ich wenigstens mal von der roten Ampel bewusst stehen bleibe und sage, was will ich eigentlich bei dem... Kunden bei dem Partner, bei wem auch immer wo ich jetzt gerade hin fahre.
00:14:19: Wo ich zu spät komme oder was auch immer dann werde ich ganz anders reingehen.
00:14:23: und so hat die genauso die Meditation einen indirekten Effekt auf mein Leben.
00:14:28: Und das ist ja eigentlich auch das Wunder dass Dinge da hervorgehen Die ich überhaupt nicht erwartet habe.
00:14:34: und das sind die Zufälle im leben die eben nicht planbar sind.
00:14:38: und wenn Ich dafür mich öffne Dann hab ich ganz viel gewonnen selbst wenn ich am ende nur ein Leben lang meditiere mit einer Disziplin, wie wir es eben von Dorfens Friedmann gehört haben.
00:14:50: Von Offenheit dass ich wahrscheinlich offener werde und gar nicht jetzt ein anderer Mensch werden besser mensch werde.
00:14:56: Das merken sowieso die anderen vor mir.
00:14:58: Das ist die Wirkung von Meditationen, die sind so unterschiedlich feststellbar und messbar.
00:15:04: Und das was man in Versuchen macht auch in diesen Hirnscans und so ist eigentlich an der Oberfläche – wir haben ja schon mal über Peter Seele de Meier gesprochen.
00:15:14: er hat ja gesagt, wir können ganz viel feststellen, wir wissen ganz viel über Meditation aber wir wissen nicht warum es passiert?
00:15:19: Das ist ein ganz interessanter von der Wissenschaft aus bescheidener Satz den ich muss nicht sagen hoch anerkenne
00:15:26: Absolut, ich freue mich auch tierisch auf das Gespräch mit Herrn Hoth.
00:15:29: Ich glaube da werden wir alle noch viel lernen können.
00:15:32: Ich bin jetzt dabei.
00:15:33: das Buch oder eines deiner Bücher habe ich jetzt einmal bestellt zumindest dass ich ein wenig vorbereiteter bin in den Fakten.
00:15:39: Noch mal zu unserem Thema diese Woche zurück!
00:15:42: Ich glaube es ist wirklich einfach ein Thema in unserer Gesellschaft was man immer dieser Erwartung hat.
00:15:50: Ich höre es jetzt noch in Indien, wenn orange gekleidete Männer vor mir sitzen und sagen, no Sebastian!
00:15:56: No Attachment.
00:15:58: Also nehmen wir die Erwartung Haltung mal komplett raus und vielleicht ist es ja auch schon wirklich für viele ein Mehrwert einfach mal zur Ruhe zu kommen in den ganzen hektischen Zeiten.
00:16:08: Auch wenn man den Tag gerade so einen Mindset hat ich muss immer was erreichen.
00:16:11: Ich muss mich optimieren.
00:16:13: Gerade dann tut's ja auch mal gut Und wenn es nur zehn Minuten ist, wirklich runterzukommen sich hinzusetzen.
00:16:18: Vielleicht merkt man dann nach einer Woche vielleicht schon mal dass man zumindest in den zehn Minuten weniger Zeit beansprucht um runter zu kommen.
00:16:27: Also würde dafür werben einfach komplett keine Anforderungen ran setzen an die Thematik und einfach mal beginnen und mal schauen wo's ändert.
00:16:37: Ja, und das gilt natürlich für den Staat genauso.
00:16:40: Ich meine wir reden viel über Transformationen.
00:16:42: Transformation ist eigentlich etwas Inners.
00:16:44: wenn ich natürlich dem Staat alles zutraue dass er transformiert in eine bestimmte Gesellschaft und Wirtschaftsform und in bestimmten Nutzung von Gütern und andere sind verboten und sonst was Dann habe ich auch so eine Erwartung, dass ich irgendwo rauskommen muss.
00:16:58: Und ich fand das so interessant.
00:17:00: Wir haben ja mit Roland Koch vor einiger Zeit gesprochen und er hat gesagt Ich bin überzeugt, dass das Ergebnis also das was hier ist und was wir geschaffen haben einen Ergebnis von ganz vielen Zufällen ist Und das ist eigentlich der Grundglaube auch der sozialen Marktwirtschaft.
00:17:17: Dass ich nicht etwas vorgebe, natürlich muss ich nicht Anreize setzen, dass Leute nicht umweltverschmutzend und das Leute nicht Ressourcen verblämpern oder sich vernünftig verhalten.
00:17:29: Da ist ein Riesenpaket zu machen an den Rahmenbedingungen.
00:17:32: Aber dass ich sage, da und da will ich rauskommen, das weiß ich nicht.
00:17:36: Weil es gibt so viele Zufälle wenn ich offen dafür bin für neue Erfindungen natürlich auch für neue Gefahren die damit verbunden sind Das ist ganz klar.
00:17:44: aber wenn ich das in einem bestimmten demütigen Einstellung mache was kann Ich davon nutzen?
00:17:49: Was nicht was wieder einfällt durch zufälle sich ergibt Dann kann ich kann Es auch eine weiter Entwicklung geben.
00:17:56: Deswegen würde ich in der tatsache was du gesagt hast es entscheidend die transformation nach ihnen verlegen offen zu werden, die Erwachtungen runterzufahren und dann auch so in die Gesellschaft hineinzuwirken.
00:18:09: Dann kann ich auch andere viel besser annehmen.
00:18:12: Maranatha um Tatsat!
00:18:15: Und aber?
00:18:17: Was steht denn nächste Woche noch bevor?
00:18:20: mein lieber Hass haben wir wieder schöne Events.
00:18:22: Ich weiß von mindestens einem.
00:18:24: da freue ich mich uns alle schon seit einiger Zeit drauf.
00:18:27: was steht denn sonst
00:18:28: noch bevor?
00:18:29: Ja, wir haben vielleicht sollte man das einfach hervorheben.
00:18:32: Wir haben natürlich unsere üblichen Meditationen und am Dienstag diese besondere Veranstaltung eine Stunde oder eine gute Stunde.
00:18:40: Ich weiß gar nicht, ob es sechszehn Minuten oder neunzig Minuten wie es angekündigt ist.
00:18:45: Achtzehn Uhr am zwanzigsten September, Hardy Ostry der Vertreter der Konrad-Artenauer Stiftung in den USA spricht über Religion, Glaube und Gesellschaft was da auf uns überschwappt Wie man dort mit religiösen Dingen auch politisch umgeht?
00:19:04: Und er macht uns auch einige Hoffnung dass es in Amerika Wurzeln gibt, die jetzt Blüten treiben.
00:19:12: Positive Blüte, wo junge Menschen sich wieder bekennen zu bestimmten Grundwerten des Glaubens und auch da wieder in die Gesellschaft reinwirken wollen weil sie sagen wollen wir müssen doch einen Dialog führen mit Andersdenkenden.
00:19:25: Wir müssen die doch integrieren!
00:19:26: Wir müssen Räume schaffen, indem wir die Gesellschaft wieder zusammenführen.
00:19:30: also das sind auch positive Botschaften drin.
00:19:33: Dienstag, Zweiundzwanzigster September, achtzehn Uhr.
00:19:35: wer kann Einfach einschalten über die Homepage, auf die Kachel gehen.
00:19:40: Auf die entsprechende und dabei sein?
00:19:42: ich glaube das lohnt sich.
00:19:44: Das würde es sich auf jeden Fall.
00:19:45: Ich hoffe ist in neunzig Minuten.
00:19:47: Es kann auch noch länger gehen weil ich glaube dass es wirklich eines der top Themen Die in diesem herbst bzw winter uns allen bevorstehen.
00:19:57: Gut mein lieber das letzte Wort gewährt wie immer dir.
00:20:01: Ansonsten verabschiede ich mich und freue mich über diesen Impuls auch, diese kommende Woche weiter nachdenken zu können.
00:20:07: Und freue mich auf die kommende Woche mit dir!
00:20:10: Ja du hast gesagt es steht noch einiges an in diesem Jahr Midterms.
00:20:14: da kommt Hardy Austria auch nochmal zu uns.
00:20:15: wir bleiben an den Themen dran.
00:20:17: vor allem ist es aber glaube ich wichtig dass wir mit einer entsprechenden Einstellung in die Stille gehen uns dann nicht selber überfordern und einfach weitermachen dem Klang lauschen das ist alles.
00:20:28: viel Glück dabei.
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